Frauenbewegung und Frauenbilder im Russischen Kaiserreich und der Sowjetunion: Von Mitte des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts

 Die Modernisierungsprozesse in den europäischen Staaten führten seit Mitte des 19. Jahrhunderts zu den zahlreichen sozialen und kulturellen Veränderungen, darunter auch zur Herausbildung der Frauenbewegung. Auch das Zarenreich war trotz der konservativen Weltanschauung eines erheblichen Teils der Gesellschaft von diesen Entwicklungen betroffen. Die Revolution von 1917 bildete eine neue Etappe in der Geschichte der Frauenemanzipation in Russland, indem sie die Frauen in ihren Rechten den Männern gleichstellte, gleichzeitig brachte sie auch neue Herausforderungen mit sich.

Im Seminar wird im Rahmen der Geschlechtergeschichte der Wandel der rechtlichen und sozialen Stellung der Frauen in Russland auf dem Weg in die Moderne diskutiert. Dabei werden folgende Fragen angegangen: Wie veränderten sich die Vorstellungen von der gesellschaftlichen Rolle der Frau im öffentlichen Diskurs und wie spiegelten sie sich in der Kunst wider? Welche Rolle spielten dabei soziale Unterschiede? Wie nahmen Frauen Einfluss auf die Politik im Russischen Reich und der Sowjetunion?

Studienleistung: Referate, schriftliche Hausaufgaben.

Prüfungsleistung: je nach Modul.

Übung

Donnerstags, 12 Uhr c.t. - 14 Uhr

Erste Sitzung:
18.04.2024

Letzte Sitzung:
18.07.2024

Adenauerallee 4-6, 53113 Bonn
Raum 3.010

Literatur

  • Clements, Barbara Evans (Hrsg.): Russia's women. Accommodation, resistance, transformation, Berkeley [u.a.] 1991.
  • Ebert, Christa: „Die Seele hat kein Geschlecht”. Studien zum Genderdiskurs in der russischen Kultur, New York [u.a.] 2004.
  • Engel, Barbara Alpern: Women in Russia 1700-2000, Cambridge [u.a.] 2004.
  • Soden, Kristine von (Hrsg.): Lust und Last. Sowjetische Frauen von Alexandra Kollontai bis heute, Berlin 1990.

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