Die Geschichtswissenschaft der DDR gilt vielen bis heute als ideologisiert, rückständig und provinziell. Der Historiker PD Dr. Simon Groth widerspricht dieser verbreiteten Vorstellung. In seiner von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Habilitationsschrift zur Mittelalterforschung in der DDR zeichnet er ein deutlich differenzierteres Bild. Auf Grundlage umfangreicher Archivstudien zeigt er, wie vielfältig die ostdeutsche Mediävistik war, welche internationalen Verbindungen sie pflegte und warum ihre Leistungen nach 1990 oft vorschnell abgewertet wurden. Im Interview spricht Groth darüber, wie eng Wissenschaft und Politik in der DDR tatsächlich miteinander verflochten waren und was die heutige Forschung aus den Debatten der DDR-Mediävistik lernen kann.
Den Link zu dem vollständigen Interview finden Sie hier.