Ines Skibinski M.A.

Anschrift

Abteilung Osteuropäische Geschichte
Adenauerallee 4-6
53113 Bonn
Raum: -
Tel: -
E-mail: s5inskib@uni-bonn.de

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© Abteilung OEG

Lebenslauf

  • Geboren 1987 in Bonn
  • 2014-2017 Bachelorstudium der Geschichtswissenschaft und Politik & Gesellschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
  • 2017-2020 Masterstudium der Osteuropäischen Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Universität Warschau.
  • seit Oktober 2020 Promovierende bei Prof. Dr. Martin Aust mit dem Dissertationsprojekt: Geschichte, Politik, Emotionen - Polen und seine Nachbarn seit 1989.
  • 2016-2019; 2020-2021: SHK/WHK am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Universität Bonn
  • seit 1.1.2022: Promotionsstipendiatin des DAAD
  • Neuste Geschichte Polens seit 1918
  • Geschichtspolitik der "Prawo i Sprawiedliwość"
  • Bilaterale Beziehungen Polens zu Deutschland, Russland und der Ukraine

Dissertationsprojekt

Geschichte, Politik, Emotionen - Polen und seine Nachbarn seit 1989

Das Promotionsprojekt „Geschichte, Politik, Emotionen – Polen und seine Nachbarn seit 1989“ befasst sich mit der geschichtspolitischen Perspektive auf Emotionen in Polen in der Zeit nach dem Zerfall des sozialistischen Blocks in Osteuropa. Ziel ist es zu analysieren, in welchen Bereichen der Innen- und Außenpolitik, sowie der Diplomatie Emotionen bei geschichtlichen Themen öffentlich genutzt wurden und weiterhin werden, um eine neue große polnische Narration aufzubauen.

In Polen ist man bemüht ein bestimmtes Selbstbild aufzubauen, was zum Großteil auf der nationalen Geschichte basiert und so Patriotismus, Religiosität und Parteitreue gegenüber den aktuellen Machthabern fördern soll. Eins der wichtigsten Instrumente hierzu ist die Emotionalisierung. Dazu wird eine äußere Bedrohung geschaffen oder Feindbilder konstruiert und so versucht ein passendes Narrativ zu gestalten, das (innen)politisch genutzt werden kann.Um dies zu belegen, werden ausgewählte historische Ereignisse mit Bezug auf die Nachbarstaaten Deutschland (Okkupation 1939-1945, Reparationen, EU-Hegemonie), Russland (Katyń, Smolensk, Dekommunisierung), Ukraine (Wolyń, Lwów/Lviv, Kollaboration während des WW2), Belarus (Verstoßenen Soldaten, Minderheitenpolitik, Feiertag am 17. September) und Litauen (Minderheitenpolitik, Adam Mickiewicz, Vilnius) auf ihren heutigen emotions-historischen Gehalt analysieren. Es sollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten in dem Umgang Polens mit seinen Nachbarn deutlich werden.

Zusätzlich soll aufgezeigt werden, Wer, Wann, Was und Warum thematisiert und vor allem emotionalisiert. Besonders interessant erscheint dieses Thema vor dem aktuellen Aspekt des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, da dieser die Wahrnehmung und Rezeption seiner Nachbarstaaten in Polen komplett gewandelt hat.



Publikationen

  • Dealing with the unloved  past - Decommunization in Poland under the PiS, in: Kuznetkova, Mariia (Hg.): Memory of Central and Eastern Europe: past traumas, present challenges, future horizons, Prag 2022 (Im Erscheinen).

  • Der Umgang mit der ungeliebten Vergangenheit – Dekommunisierung am Beispiel von Legnica und Wołów, in: Röttjer, Julia / Szumski, Jakub (Hg.): Transformation der Aufarbeitung – Transformation der Erinnerung. Umbenennung und Denkmalsturz in Polen und Deutschland seit 1990, Darmstadt 2022. (Im Erscheinen).

  • Das Gedenken an polnische und ukrainische Zwangsarbeiter auf dem Finkenberg, in: Bonner Leerstellen. Unbekannte Orte der NS-Gewalt in Bonn und Umgebung (Januar 2022). Full Text

  • zusammen mit Hera Shokohi: Bonner Gedenkveranstaltung für die Opfer des nationalsozialistischen Vernichtungskrieg in der Sowjetunion, in: Bonner Leerstellen. Unbekannte Orte der NS-Gewalt in Bonn und Umgebung ( September 2021). Full Text.


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