Intoxicants & Early Modernity England, 1580-1740

In Norfolk ereignete sich 1621“[…]a difference betwixt the said Woodrowe and his wife, she called him rogue, and murthering rogue, and said thou drunken rogue, thou wilt now do as thou hast formerly done by me, kill that I am with, she being then with child, and crying out, he will kill us all.” Dieser Ausschnitt aus einem Beschwerdeschreiben bezeugt eindrücklich die Folgen, die Alkoholkonsum auf das Alltagsleben einer frühneuzeitlichen Familie haben konnte. Das Beispiel findet sich in der Online-Datenbank des Forschungsprojekts "Intoxicants and Early Modernity“, das zur Produktion, dem Handel, dem Konsum und der Darstellung von Rauschmitteln in der Frühen Neuzeit forscht. Im Zentrum steht dabei als prägende Phase die Zeit zwischen der Einführung von Tabak in den 1570er Jahren und der „Gin-Krise“ des frühen 18. Jahrhunderts.
Das Projekt stellt ein breites Spektrum an Quellen zu Verfügung und bietet damit Einblicke in die Bedeutung von Rauschmitteln und -zuständen für das wirtschaftliche, soziale, politische, materielle und kulturelle Leben in England zwischen dem 16. und 18. Jh. Die Einträge lassen sich nicht nur nach diesen fünf Themenstränge durchsuchen, sondern auch nach Quellenart, Datum, Ort, Personen, Objekten (bspw. Trinkgefäße), Organisationen und vielen weiteren Kategorien filtern. Ob man zu Alkohol, Tabak, Kaffee, Tee und Opium und deren Rolle und Folge in sozialen Gebilden wie Familien forscht, hier sollte man fündig werden!
Zusätzlich zur öffentlichen Bereitstellung der Datenbank hat das Projekt einen Blog betrieben, Artikel und Bücher publiziert und Veranstaltungen und Ausstellungen organisiert. Es handelt sich um eine Zusammenarbeit der University of Sheffield und dem Victoria and Albert Museum in London.

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© Intoxicants & Early Modernity England, 1580-1740
Intoxicants & Early Modernity England, 1580-1740
© Intoxicants & Early Modernity England, 1580-1740
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