Binz-Bibliothek oder "der Hexenschrank"

Der Bonner Medizinprofessor Carl Binz gilt durch seine bis heute maßgebliche Biographie Johann Weyers nach wie vor als der Begründer der modernen Weyerforschung. Sein Nachlass befindet sich in der Bibliothek am Hofgarten. Der Teil seines Nachlasses, der sich mit der Geschichte der Hexenverfolgung befasst, bildete die Grundlage für Binz´ eigene Veröffentlichungen und wurden als die „Hexenbibliothek“ bekannt. 

Sammlung

Die beiden thematischen Schwerpunkte seiner v. a. deutschsprachigen und lateinischen Bibliothek der Dämonologiegeschichte lassen sich so benennen: 

  1. Drucke ab dem 16. Jahrhundert (darunter v.a. um 1600 und aus dem 17. Jahrhundert); einige Weyerschriften und dämonologische Schriften, die sich mit derzeitgenössischen Hexereidebatte (um Weyer) befassen, so Bodin, Binsfeld oder Lercheimer. Es finden sich aber auch Gassners „Gallerie der Teufel“ von 1777 oder Christian Thomasius (1712/17).
  2. Literatur zur Geschichte der Hexenverfolgung und zur Dämonologie aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, darunter die „Geschichte der Hexenprozesse“ von Soldan/Heppe oder Hansens Quellensammlung, sowie kürzere „Sittengemälde“, Fall- und Regionalstudien.

Katalog der Bibliothek

Der "Hexenschrank" wurde 2020/21 reinventarisiert und ein katalog erstellt, in dem auch die Digitalisate der Werke (Stand 2022) verlinkt sind. So stehen Ihnen die Werke leicht zugänglich zur Nutzung bereit. Für nicht-digitalisierte Werke, die Sie vor Ort ein sehen wollen, beachten Sie bitte die untenstehenden Hinweise zur Nutzung.

Katalog der Binz-Bibliothek
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© Nils Kuebart/Uni Bonn

Hinweise zur Nutzung

  • Rara-Bestände können nur mit Anmeldung bei Frau Trimborn (Vertretung: Jannis Karst) eingesehen werden.
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