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Prof. Dr. Matthias Becher

Prof. Dr. Matthias Becher

Das Zeitalter der Ottonen. Europa im 10. Jahhundert (Vorlesung, Nr. 504002398)

Termin: donnerstags, 10 bis 12 Uhr

Ort: Hauptgebäude, Hörsaal III

Beginn: 04.11.2020

 

Lange Zeit hat die Forschung vor allem darüber diskutiert, ob mit den Ottonen die deutsche Geschichte begonnen hat oder ob diese Dynastie und ihre Zeit nicht doch eher in der Tradition des Frankenreiches zu sehen sind. Auf jeden Fall entwickelten sich aus dessen Erbe die späteren europäischen Nationalstaaten. Allerdings ist die Verwendung der Begriff „Nationen“ und „Staaten“ für das 10. Jahrhundert in der Forschung umstritten, weil die karolingischen Traditionen im westlichen Europa weiterwirkten. So intervenierten die Ottonen ganz selbstverständlich sowohl im späteren Frankreich als auch in Italien. Auch das Streben nach der Kaiserwürde kann mit dem Vorbild Karls des Großen in Zusammenhang gebracht werden. Diese gesamteuropäische Dimension des Wirkens der Ottonen soll in der Vorlesung vor allem diskutiert werden, aber auch die Durchsetzung ihrer Herrschaft im Innern des ostfränkisch-deutschen Reiches. 

 

Literatur:

Gerd Althoff, Die Ottonen. Königsherrschaft ohne Staat (Urban-Taschenbücher 473), Stuttgart 2000; Matthias Becher, Otto der Große: Kaiser und Reich. Eine Biographie, München 2012; Helmut Beumann, Die Ottonen, 5. Auflage Stuttgart 2000; Carlrichard Brühl, Deutschland – Frankreich. Die Geburt zweier Völker, 2. Auflage Köln/Wien 1995; Joachim Ehlers, Die Entstehung des deutschen Reiches (Enzyklopädie deutscher Geschichte 31), 3. Auflage München 2010. Johannes Fried, Der Weg in die Geschichte. Die Ursprünge Deutschlands bis 1024 (Propyläen Geschichte Deutschlands 1), Berlin 1994. Hagen Keller, Die Ottonen (Beck’sche Reihe 2146), München 2001.

 

Konsensuale Herrschaft im 10. Jahrhundert? Könige und Große zur Zeit der Ottonen (Hauptseminar, Nr. 504002357)

Termin: mittwochs, 10 bis 12 Uhr

Ort: Raum I (Großer Übungsraum), Konviktstraße 11

Beginn: 04.11.2020

 

Die politische Ordnung im Früh- und Hochmittelalter beruhte in hohem Maße auf dem Einverständnis zwischen dem König und seinen ‚Großen‘, den hohen geistlichen Würdenträgern und den führenden Vertretern des Adels. Daher spricht die jüngere Forschung von ‚konsensualer Herrschaft‘. Im Seminar soll es einerseits um die konkreten Mechanismen – etwa Rituale – gehen, mit denen ‚Konsens‘ hergestellt wurde, andererseits kritisch gefragt werden, wie weit dieser Interpretationsansatz zu einem vertieften Verständnis des Mittelalters beiträgt.

 

Literatur

Gerd Althoff, Die Macht der Rituale, Darmstadt 2003; Bernd Schneidmüller, Konsensuale Herrschaft. Ein Essay über Formen und Konzepte politischer Ordnung im Mittelalter, in: Reich, Regionen und Europa in Mittelalter und Neuzeit. Festschrift für Peter Moraw, hg. von Paul-Joachim Heinig u. a. (Historische Forschungen 67), Berlin 2000, S. 53–87.

 

Bachelor-Kolloquium (Kolloquium, Nr. 504002350)

Termin: Nach Absprache

Ort: Bibliotheksraum Mittelalter, Institut für Geschichtswissenschaft

 

Die Veranstaltung dient der Begleitung Studierender, die ihre Bachelorarbeit verfassen. Sie erhalten die Gelegenheit, ihr Thema sowie die Anlage ihrer Arbeit vorzustellen und zu diskutieren.

 

Colloquium für Masterkandidaten und Doktoranden (Kolloquium, Nr. 504002369)

Termin: dienstags, 18 bis 21 Uhr

Ort: Raum I (Großer Übungsraum), Konviktstraße 11

 

Die Veranstaltung dient der Vorstellung und der Diskussion laufender Dissertationen und Masterarbeiten. Ferner werden aktuelle Tendenzen der Forschung behandelt.

Als Studienleistund wird neben der regelmäßigen aktiven Teilnahme an den Sitzungen die Übernahme eines Referats mit Thesenpapier erwartet.

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