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Dr. Katharina Gahbler

Dr. Katharina Gahbler

Feinbild ,Sarazenen'? Verortung zwischen Heilsgeschichte und politischer Propaganda (Übung, Nr. 504002588)

Termin: Gruppe A: Mo 16 bis 18 Uhr; Gruppe B: Mi 10 bis 12 Uhr

Ort: digitale Veranstaltung

Beginn: 11.10.2021 (A); 13.10.2021 (B)

 

Auf die sog. Sarazenen treffen wir in der Geschichtsschreibung des früheren Mittelalters im Kontext von Handels-, Gesandtschafts- oder auch Pilgerreisen, überwiegend werden Begegenungen mit ihnne aber im Zuge (militärischer) Konfrontationen festgehalten. In den überlieferten Berichten treten sie als potentielle Bündnispartner auf, werden aber auch zu religiösen und politischen Feinden der Christen stilisiert, ihre Erfolge als Strafen Gottes erklärt oder sie und ihre Veründete als Ungläubige diskreditiert.

Anhand ausgewähter Quellenbeispiele wird im Proseminar näher beleuchtet, wie diese Bilder der Sarazenen verstanden werden können und welches Weltbild damit zusammenhängt. Dabei wird in die Techniken wissenschaftlichen Arbeitens eingeführt und der Umgang mit verschiedenen Quellen(arten), Hilfsmitteln und Forschungsliteratur geübt. Auf Methodik und Arbeitsweisen der mediävistischen Forschung und der Historischen Grundwissenschaften wird dabei ein besonderes Augenmerk gelegt.

Zu den zu erbringenden Studienleistungen zählen aktive Teilnahme, schriftliche Vor- und Nachbereitung der Sitzungen sowie das Bestehen der Abschlussklausur.

 

Literatur: Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte. Mitellalter (UTB Geschichte 1719), 4. Aufl., Stuttgart 2014. Hans-Werner Geotz, Sarazenen als "Fremde"? Anmerkungen zum Islambild in der abendländischern Geschichtsschreibung des frühen Mittelalters, in: Benjamin Jokisch/Ulrich Rebstock/Lawrence I. Conrad (Hrsg.), Fremde, Feinde und Kurioses. Innen- und Außenansichten unseres muslimischen Nachbarn (Studien zur Geschichte und Kultur des islamischen Orients 24), Berlin/New York 2009, S. 39-66.
 

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