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Dr. Linda Dohmen

Dr. Linda Dohmen

„Die gemeinsame Pflicht zur höchsten Aufgabe“ oder die Wahl Lothars von Süpplingenburg 1125  (Proseminar, Nr. 504002171)

Termin: (A) mittwochs, 10 bis 12 Uhr; (B) donnerstags, 10-12 Uhr

Ort: Institut für Geschichtswissenschaft, Raum III

Beginn: (A) 09.10.2019; (B) 10.10.2019

 

Am 23. Mai 1125 war der Salier Heinrich V., röm.-dt. König und Kaiser, ohne direkten männlichen Nachkommen gestorben. Daher kamen im Spätsommer 1125 die Fürsten des Reiches in Mainz zusammen, um ihre „gemeinsame Pflicht zur höchsten Aufgabe“ (so die Narratio de electione Lotharii, unsere wichtigste Quelle) zu erfüllen und in einer freien Wahl einen neuen König zu bestimmen. Mehrere Kandidaten standen zur Auswahl, doch letztendlich fiel die Entscheidung zu Gunsten des sächsischen Herzogs Lothar von Süpplingenburg.

Am Beispiel der Wahl von 1125 sollen grundlegende Parameter mittelalterlicher Königsherrschaft diskutiert und in die Techniken wissenschaftlichen Arbeitens eingeführt werden. Eingeübt werden u.a. der Umgang mit verschiedenen Quellen(arten), Hilfsmitteln und Forschungsliteratur. Auf Methodik und Arbeitsweisen der mediävistischen Forschung und der Historischen Grundschaften wird dabei ein besonderes Augenmerk gelegt.

Zu den zu erbringenden Studienleistungen zählen aktive Teilnahme, schriftliche Vor- und Nachbereitung sowie das Bestehen der Abschlussklausur.

 

Literatur:

Bernd Schneidmüller, Mittelalterliche Geschichtsschreibung als Überzeugungsstrategie. Eine Königswahl des 12. Jahrhunderts im Wettstreit der Erinnerungen, in: Heidelberger Jahrbücher 52 (2008), S. 167-188; Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter, 3. Auflage Stuttgart 2006.

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