Sie sind hier: Startseite Lehre Wintersemester 2018/2019 Dr. Linda Dohmen

Dr. Linda Dohmen

Dr. Linda Dohmen

 

Adlig, reich und schön? Eliten im frühen und hohen Mittelalter (Übung, Nr.  504001939)

Termin: mittwochs, 10 bis 12 Uhr

Ort: Raum 116, Konviktstr. 11

Dauer: von 10.10.2018

 

Früh- und hochmittelalterliche Königsherrschaft gilt gemeinhin als "konsensuale Herrschaft", das heißt, der König herrschte zu einem gewissen Grad mit den "Großen" seines Reiches, in der Regel führenden Vertretern der Geistlichkeit und des weltlichen Adels, deren Zustimmung und Kooperation er sich immer wieder versicherte. Mit dieser Umschreibung offenbaren sich bereits Probleme, die maßgeblich an der Königsherrschaft beteiligten Personen und Personengruppen sowie die Grundlagen "ihrer" Macht strukturell zu fassen.

In der Veranstaltung soll der (soziologische) Hilfsbegriff der "Elite" kritisch hinterfragt und nach alternativen Beschreibungs- wie Deutungskategorien gesucht werden. Die Teilnehmer*innen sollten daher Bereitschaft sowohl zum Lesen soziologischer Texte als auch zum Diskutieren ihrer Anwendbarkeit auf historische Fragestellungen mitbringen. Dabei soll ganz besonders auch die konkrete Arbeit mit (zum Teil ganz unterschiedlichen) Quellen im Fokus der Veranstaltung stehen. Auf diese Weise sollen die praktischen Aspekte mediävistischen Arbeitens weiter "geübt" werden.

Zu den zu erbringenden Studienleistungen zählen aktive Teilnahme, schriftliche und mündliche Hausaufgaben und ggf. Kurzreferate.

 

Literatur:

Steffen Patzold, "Adel" oder "Eliten"? Zu den Chancen und Problemen des Elitebegriffs für eine Typologie frühmittelalterlicher Führungsgruppen, in: François Bougard/Hans-Werner Goetz/Régine Le Jan (Hrsg.), Théorie et pratiques des élites au Haut Moyen Âge. Conception, perception et réalisation sociale (Collection Haut Mogen Âge 13), Turnhout 211, S. 127-146.

 

Konrad I. 'Auf dem Weg zum Deutschen Reich'? (Proseminar, Nr. 504001912)

Termin: donnerstags, 10 bis 12 Uhr

Ort: Raum 116, Konviktstr. 11

Dauer: von 11.10.2018

 

Konrad I. war zweifellos König einer Wendezeit. Nach dem Tod Ludwigs des Kindes 911 war er der erste König des östlichen Frankenreichs, der nicht von Pippin dem Jüngeren und dessen Sohn Karl dem Großen abstammte. Das Gebiet, das er beherrschte, sollte später einmal zum "Reich der Deutschen" werden. Die Forschung hat Selbstverständnis und Herrschaftspraxis Konrad I. unter den Stichwörtern 'Kontinuität' oder 'Wandel' zuletzt wieder intensiver diskutiert, sodass sich das Thema sehr gut zu einer grundlegenden Einführung in Fragen von Macht und Herrschaft im frühen Mittelalter eignet. 

Darüber hinaus wird im Proseminar am Beispiel der Regierung Konrads I. in die Techniken wissenschaftlichen Arbeitens einführt. Eingeübt werden ua. der Umgang mit verschiedenen Quellen(arten), Hilfsmitteln und Forschungsliteratur. Auf Methodik und Arbeitsweisen der mediävistischen Forschung und der Historischen Grundwissenschaften wird dabei ein besonderes Augenmerk gelegt.

Zu den zu erbringenden Studienleistungen zählen aktive Teilnahme, schriftliche Vor- und Nachbereitung sowie das Bestehen der Abschlussklausur.

 
Literatur:
 
 

Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter, 3. Auflage Stuttgart 2006; Rudolf Schieffer, König Konrad I. in der modernen Geschichtswissenschaft, in: Hans-Werner Goetz (Hrsg.), Konrad I. Auf dem Weg zum "Deutschen Reich"?, Bochum 2006, S. 33-41.

 

Bachelorkolloquium (Kolloquium, Nr. 504001978)

Termin:

Ort:

Dauer:

Die Veranstaltung dient der Begleitung Studierender, die ihre Bachelorarbeit verfassen. Sie erhalten die Gelegenheit, ihr Thema sowie die Anlage ihrer Arbeit vorzustellen und zu diskutieren.

Artikelaktionen