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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2017/2018 - Markus Knipp

Markus Knipp, M.A.

 

Reich und Kirche um 1000 (Proseminar, Nr. 504001705)

Termin: donnerstags, 18 bis 20 Uhr

Ort: Raum 114, Konviktstr. 11

Dauer: von 12.10.2017

Die Wende zu einem neuen Jahrhundert, ja einem neuen Jahrtausend verbindet sich oft mit Vorstellungen von einem neuen Aufbruch – oder dem Untergang. Auch um das Jahr 1000 herum lassen sich viele Vorstellungen und Entwicklungen greifen, die bis heute entscheidenden Anteil an unserem Bild vom Mittelalter haben. Das Ende der ottonischen und der Beginn der salischen Dynastie, die Idee von der renovatio imperii, die Angst vor dem Ende der Welt, das Bild der christusähnlichen Stellung des Herrschers oder die Konkretisierung des universalen Anspruchs des Papsttums machen die Zeit der vorletzten Jahrtausendwende zu einer spannenden und vieldiskutierten Epoche.

Vor deren Hintergrund und ausgehend von den Quellen der Zeit sollen in dem Proseminar wesentliche Arbeitsmethoden des Historikers und besonders der mediävistischen Forschung erarbeitet und eingeübt werden. Dabei werden ausgewählte ereignis- und ideengeschichtliche Aspekte näher betrachtet und in den Zusammenhang eingeordnet.

Literatur:

Matthias Becher, Heinrich III., in: Deutsche Herrscher des Mittelalters. Historische Porträts von Heinrich I. bis Maximilian I. (919-1519), hg. von Bernd Schneidmüller/Stefan Weinfurter, München 2003, S. 136-153; Franz-Reiner Erkens, Konrad II. (um 990-1039). Herrschaft und Reich des ersten Salierkaisers, Regensburg 1998; Hans-Werner Goetz, Proseminar Mittelalter, Stuttgart ³2006; Ludger Körntgen: Ottonen und Salier, Darmstadt ³2010; Timothy Reuter (Hrsg.): The New Cambridge Medieval History 3, c900-1024, Cambridge 1999; Bernd Schneidmüller: Otto III. und Heinrich II. Eine Wende?, Stuttgart 22000.

Von den Teilnehmern wird neben der Übernahme von Referaten erwartet, dass sie sich in den Sitzungen aktiv an der Diskussion der Quellen, ihrem Kontext sowie der mit ihnen verbundenen methodischen Probleme beteiligen. Hierzu wird regelmäßig eine Vor- oder Nachbereitung in Form von Hausaufgaben erforderlich sein. Es sei darauf hingewiesen, dass wesentliche Quellen nur in lateinischer Sprache vorliegen.

Die Veranstaltung schließt mit einer Klausur.

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