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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2017/2018 - Linda Dohmen

Dr. Linda Dohmen

 

Hof und Herrschaft zur Zeit der Karolinger (Proseminar, Nr. 504001704)

Termin: donnerstags, 10 bis 12 Uhr

Ort: Raum 116, Konviktstr. 11

Dauer: von 12.10.2017

Der karolingische Herrscherhof war zweifellos das räumliche und personelle Zentrum des fränkischen Großreichs im neunten Jahrhundert. Hier trafen der Herrscher und seine Getreuen auf großen Reichsversammlungen aufeinander, ‚fremde‘ Gesandtschaften aus Byzanz und gar aus Bagdad wurden empfangen, hier wurde aber auch im kleinen Kreis, hinter verschlossenen Türen, ‚Politik gemacht‘. Auch wenn die karolingischen Herrscher seit Karl dem Großen eine besondere Vorliebe für Aachen als Aufenthaltsort entwickelten, war der karolingische Hof jedoch keineswegs an eine feste Residenz gebunden – mit dem Herrscher reiste sein Hof durch das Reich, zum Teil bis zu 4.000 km im Jahr.  

So eröffnet der Blick auf den karolingischen Herrscherhof grundsätzliche Einsichten in die Funktionsweisen frühmittelalterlicher Herrschaft. In erster Linie dient die Veranstaltung aber der Einführung in die Techniken wissenschaftlichen Arbeitens, weshalb sukzessive Methodik und Arbeitsweisen der Mediävistik und der Historischen Hilfswissenschaften vorgestellt werden.

Literatur:

Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter, Stuttgart ³2006; Werner Rösener, Königshof und Herrschaftsraum: Norm und Praxis der Hof- und Reichsverwaltung im Karolingerreich, in: Uomo e spazio nell’alto medioevo, 4-8 aprile 2002, Bd. 1 (Settimane di Studio del Centro Italiano di Studi sull’Alto Medioevo 50/1), Spoleto 2003, S. 443-478.

Zu den zu erbringenden Studienleistungen zählen aktive Teilnahme, schriftliche Hausaufgaben sowie das Bestehen der Abschlussklausur.

 

Gottes Werk und Teufels Beitrag. Manifestationen des Bösen in mittelalterlichen Vorstellungswelten (Übung, Nr. 504001730)

Termin: mittwochs, 10 bis 12 Uhr

Ort: Raum 116, Konviktstr. 11

Dauer: von 11.10.2017

Ubique diabolus – der Teufel ist überall. Die Warnung des Kirchenvaters Hieronymus vor der Allgegenwart des Bösen erschien frühmittelalterlichen Autoren zweifellos als Realität. Besonders in der Hagiographie wird regelmäßig von Begegnungen zwischen Heiligen und Dämonen berichtet. Auch wenn Dämonen keineswegs mit dem Teufel bzw. Teufeln identisch sind, zählen sie zu geläufigen Figurationen des Bösen in frühmittelalterlichen Vorstellungswelten und dienen mitunter als Instrumente des Teufels, Satans oder gar des Antichristen.

In der Veranstaltung soll derartigen Vorstellungen anhand ausgewählter Beispiele verschiedener Quellengattungen nachgegangen und dabei letztlich auch nach ihrer ‚Fremdartigkeit‘ gefragt werden. Dabei sollen auch praktische Aspekte mediävistischen Arbeitens weiter „geübt“ werden.

Literatur:

Hans-Werner Goetz, Gott und die Welt. Religiöse Vorstellungen des frühen und hohen Mittelalters. Teil 1, Bd. 3, IV: Die Geschöpfe. Engel, Teufel, Menschen (Orbis Mediaevalis 16), Göttingen 2016.

Zu den zu erbringenden Studienleistungen zählen aktive Teilnahme, schriftliche Hausaufgaben und Kurzreferate. Die Prüfungsleistung wird durch das Verfassen eines Protokolls in Form eines Essays im fachwissenschaftlichen Master und durch ein Referat mit schriftlicher Ausarbeitung im Master für das Lehramt erbracht.

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