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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2016/2017 - Markus Knipp

Markus Knipp, M.A.

 

Heinrich III. (Proseminar, Nr.: 504001510)

Termin: Donnerstags, 18-20 Uhr

Ort: Raum 114 (Konviktstr. 11)

Dauer: von20.10.2016

 

Die Regentschaft Heinrichs III. gilt vielfach als der Gipfelpunkt mittelalterlicher Kaiserherrschaft. Wie kaum einer seiner Vorgänger und Nachfolger habe er in sich das Ideal des rex et sacerdos verwirklicht bevor unter seinem Sohn und Nachfolger Heinrich IV. die Einheit von Reich und Kirche im Investiturstreit auseinanderbrach. Zweifelsohne lassen sich an der Person des zweiten Saliers zahlreiche Aspekte mittelalterlicher Königs- und Kaiserherrschaft ablesen, doch trotz des glanzvollen Bildes, das vielfach von seiner Regierungszeit gezeichnet wird, war auch sie nicht frei von Konflikten und Widersprüchen.

In dem Proseminar sollen ausgehend von den Quellen zu dieser Zeit und eingebettet in den historischen Kontext wesentliche Arbeitsmethoden des Historikers und besonders der mediävistischen Forschung erarbeitet und eingeübt werden. Dabei werden die verschiedenen Akteure und Entwicklungslinien im Heinrichs III. und der Kirche untersucht und nachgezeichnet.

Literatur: Goez, Werner: Kirchenreform und Investiturstreit 910-1122, Stuttgart 2000. Goetz, Hans-Werner: Proseminar Mittelalter, Stuttgart ³2006. Körntgen, Ludger: Ottonen und Salier, Darmstadt, ³2010. Laudage Johannes: Heinrich III. (1017–1056). Ein Lebensbild, in: Das salische Kaiser-Evangeliar, Kommentar Bd. I. hg. von Johannes Rathofer, Madrid 1999, S. 87–145. Weinfurter, Stefan: Ordnungskonfigurationen im Konflikt. Das Beispiel Kaiser Heinrichs III., in: Mediaevalia Augiensia, hg. von Jürgen Petersohn, Stuttgart 2001, S. 79-100 (Vorträge und Forschungen Bd. 54).

Von den Teilnehmern wird neben der Übernahme von Referaten erwartet, dass Sie sich in den Sitzungen aktiv an der Diskussion der Quellen, ihrem Kontext sowie der mit ihnen verbundenen methodischen Probleme beteiligen. Hierzu wird regelmäßig eine Vor- oder Nachbereitung in Form von Hausaufgaben erforderlich sein. Es sei darauf hingewiesen, dass wesentliche Quellen nur in lateinischer Sprache vorliegen.

Die Veranstaltung schließt mit einer Klausur.

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