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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2016/2017 - Florian Hartmann

PD Dr. Florian Hartmann

 

Die späten Staufer (Vorlesung, Nr.: 504001502)

Termin: Dienstags, 10-12 Uhr

Ort: Hauptgebäude - Hörsaal XV

Dauer: von 25.10.2016

Durch die Hochzeit von Friedrich Barbarossas Sohn Heinrich VI. (1190-1198) mit der Tochter des Königs von Sizilien, Konstanze, geriet zunehmend Süditalien in den Fokus. Dieser Prozess wurde verstärkt unter dessen Sohn Friedrich II. (1198/1215-1250). Friedrichs II. Doppelrolle als römisch-deutscher König und als König von Sizilien wurde von den Päpsten als bedrohliche Umklammerung des Kirchenstaates empfunden. Die Exkommunikation Friedrichs II., seine Absetzung und die Wahl eines Gegenkönigs sollten am Ende dieser Entwicklung stehen. Trotz kontinuierlicher Konflikte auch mit den oberitalienischen Kommunen konnte Friedrich II. auf anderen Gebieten große Erfolge verbuchen. In jüngerer Zeit haben neue Biographien ganz unterschiedliche Bilder Friedrichs II. gezeichnet, sodass es in der Vorlesung darum geht, diese immer noch kontroverse Figur und seinen Mythos in seiner Zeit zu deuten. Die Vorlesung versteht sich daher als eine Darstelllung der für die europäische Geschichte insgesamt zentralen Entwicklungen in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts.

 

 

Empfohlene Literatur:

 

Hubert Houben: Kaiser Friedrich II. (1194-1250). Herrscher, Mensch und Mythos,Stuttgart 2008; Olaf B. Rader, Friedrich II. Der Sizilianer auf dem Kaiserthron. Eine Biographie, München 2010; Wolfgang Stürner, Friedrich II. (= Gestalten des Mittelalters und der Renaissance), 2 Bde., Darmstadt 1992-2000.


  

Friedrich II. - Ein multikluturell-toleranter Herrscher des Mittelalters? (Proseminar, Nr.: 504001514)

Termin: Donnerstags,  08-10 Uhr

Ort: Raum 114 (Konviktstr. 11)

Dauer: von 27.10.2016

 

 

Als Sohn des römisch-deutschen Königs Heinrich VI. und der normannischen Tochter des Königs des Königreiches Sizilien hatte Friedrich II. beste Aussichten auf die ungestörte Übernahme der Königsherrschaft in einem Reich, das von Palermo bis an die Nordsee reichte. Der frühe Tod seiner Eltern machte ihn aber schon mit nicht einmal vier Jahren 1198 zum Waisen, sodass er sich erst mühsam durchsetzen musste. Auch nach seiner Krönung 1215 war seine Herrschaft alles andere als konfliktfrei. In den folgenden 35 Jahren hatte er eine Vielzahl von Konflikten auszutragen, im nordalpinen Reich, im Streit mit den Päpsten, in dem durch Heirat erworbenen Königreich Jerusalem und nicht zuletzt im Königreich Sizilien. Sein Umgang mit den Muslimen in Sizilien, aber auch im Königreich Jerusalem trug ihm von Seiten der Päpste den Vorwurf ein, selbst kein guter Christ zu sein, andere bewerteten dies als ungewöhnlichen, fast modernen Hang zur interreligiösen Toleranz. Am Beispiel unter anderem dieser Kontroverse sollen Methoden und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens vorgestellt und erprobt werden. Teilnahmevoraussetzung sind die von der Prüfungsordnung geforderten Kenntnisse der lateinischen Sprache. Das Proseminar schließt mit einer Klausur.

 

Empfohlene Literatur:

Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter, Stuttgart ³2006.

Hubert Houben: Kaiser Friedrich II. (1194-1250). Herrscher, Mensch und Mythos,Stuttgart 2008; Olaf B. Rader, Friedrich II. Der Sizilianer auf dem Kaiserthron. Eine Biographie, München 2010; Wolfgang Stürner, Friedrich II. (= Gestalten des Mittelalters und der Renaissance), 2 Bde., Darmstadt 1992-2000.

 

 

 

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