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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2012/2013 - Linda Dohmen

M. Phil. Linda Dohmen

 

Otto der Große (Proseminar, Nr.: 504000802)

Termin: Mittwochs, 12-14 Uhr

Ort: Raum 18 (Konviktstr. 11)

Dauer: 17.10.2012 bis 30.01.2013 

Otto „der Große“ gilt als einer der bedeutsamsten Herrscher des Mittelalters: erster Kaiser des römisch-deutschen Reiches, Verteidiger der Reichseinheit, Eroberer, Mehrer des Glaubens, Sieger über die Ungarn. Doch waren diese „Erfolge“ teilweise erst das Ergebnis langjähriger Auseinandersetzungen, nicht nur mit auswärtigen Gegnern, sondern insbesondere auch mit solchen im Adel des Reiches und in der eigenen Familie.
Anhand der Regierungszeit Ottos des Großen sollen im Seminar Grundkonstanten bzw. –problematiken mittelalterlicher Herrschaft erarbeitet werden. Besonderes Augenmerk muss dabei auf der Interpretation zeitgenössischer Quellenzeugnisse liegen. In erster Linie dient die Veranstaltung daher der Einführung in die Techniken wissenschaftlichen Arbeitens, weshalb sukzessive Methodik und Arbeitsweisen der Mediävistik und der Historischen Hilfswissenschaften vorgestellt werden.
Teilnahmevoraussetzung sind Grundkenntnisse der lateinischen Sprache, die Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferates und regelmäßige Mitarbeit auch in schriftlicher Form. Das Proseminar schließt mit einer Klausur.

Einführende Literatur:
Matthias BECHER, Otto der Große, Kaiser und Reich. Eine Biographie, München 2012.
Hans-Werner GOETZ, Proseminar Geschichte: Mittelalter, Stuttgart ³2006.

 

"1066 and all that" - Die normannische Eroberung Englands (Übung, Nr.: 504000825)

Termin: Dienstags, 12-14 Uhr

Ort: Raum 18 (Konviktstr. 11)

Dauer: 09.10.2012 bis 29.01.2013 

Fragt man einen Engländer, was für ein wichtiges Datum ihm zum Mittelalter einfalle, fällt über kurz oder lang mit Sicherheit der Hinweis auf Wilhelm den Eroberer und die Schlacht bei Hastings oder schlicht die Zahl „1066“. Tatsächlich hatte die Eroberung Englands durch die Normannen für die weitere Entwicklung des Landes und die Identität seiner Bewohner eine kaum überschätzbare Bedeutung. Auch auf die europäische Geschichte blieb „1066“ nicht ohne Auswirkungen, war damit doch eine Neuausrichtung Englands weg von Skandinavien und hin zum europäischen, insbesondere französischen Festland verbunden. Nach Innen bedeutete es ein Mit-, Neben- und sicherlich bisweilen auch Gegeneinander von einheimischen Angelsachsen und normannischen Eroberern.
Ausgehend von der Situation Englands vor und während der Herrschaft des letzten angelsächsischen Königs Eduards des Bekenners sollen in der Veranstaltung zunächst die Voraussetzungen der normannischen Eroberung geklärt werden, um sich dann quellenkritisch mit den konkreten Ereignissen rund um „1066“ und ihrer Wahrnehmung durch die Zeitgenossen auseinanderzusetzen. Dabei stellen sich unter anderem die Fragen nach der Legitimation Wilhelms des Eroberers und der Etablierung seiner Herrschaft. Besonderes Augenmerk verdient das Verhältnis von Angelsachsen und Normannen in Hinblick auf die Entstehung einer englischen Identität.
Neben inhaltlichen Fragen liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der methodischen Arbeit. Dabei sollen Techniken wissenschaftlichen Arbeitens und Präsentierens eingeübt und vertieft werden. Naturgemäß zeichnet sich die historische Methode besonders durch den bedachten Umgang mit den Quellen aus. Gute Lateinkenntnisse sind daher Teilnahmevoraussetzung. In der Veranstaltung selbst wird rege Mitarbeit, sowohl in mündlicher als auch in schriftlicher Form, sowie die Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferats erwartet.

Einführende Literatur:
David R. BATES, William the Conqueror, Stroud 2004.
The Battle of Hastings. Sources and interpretations, hrsg. v. Stephen R. MORILLO (Warfare in History 1), Woodbridge 1996 (ND 1999).
Alheydis PLASSMANN, Die Normannen. Erobern – Herrschen – Integrieren (Urban-Taschenbücher 616), Berlin 2008.

 

 

 

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