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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2012/2013 - Florian Hartmann

PD Dr. Florian Hartmann

 

Friedrich Barbarossa (Proseminar, Nr.: 504000805)

Termin: Montags, 12-14 Uhr

Ort: Raum 114 (Konviktstr. 11)

Dauer: 15.10.2012 bis 28.01.2013

Friedrich Barbarossa ist in der heutigen Wahrnehmung vielleicht der bekannteste Kaiser des Mittelalters. Seine lange Herrschaftszeit war einerseits gezeichnet von den lang anhaltenden Konflikten mit Papst Alexander III. und mit den italienischen Stadtkommunen; auf der anderen Seite verbindet sich mit ihm ein Höhepunkt der Repräsentation kaiserlicher Herrlichkeit im römisch-deutschen Reich. Beides machte ihn zu einer zentralen Identifikationsfigur in der deutschen Geschichte bis heute. Seine Verklärung vor allem im 19. Jahrhundert prägte das Barbarossa-Bild nachhaltig und hinterlässt immer noch seine Spuren.

In dem Proseminar soll das wissenschaftliche Arbeiten auf dem Feld der mittelalterlichen Geschichte erlernt werden. Am Beispiel ausgewählter Quellen und Literatur zu Friedrich Barbarossa werden Methoden und Hilfsmittel vorgestellt, Forschungsmeinungen verglichen und die Beständigkeit volkstümlicher Vorstellungen und kollektiver Erinnerungsmuster verdeutlicht.

Zur Einführung:
KNUT GÖRICH, Die Staufer. Herrscher und Reich, München 2006, S. 38–68.
HANS-WERNER GOETZ, Proseminar Geschichte: Mittelalter, Stuttgart ³2006.

 

"Publizistik" im Investiturstreit. Die Erfindung der Öffentlichkeit oder der Anfang staatlicher Propaganda? (Übung, Nr.: 504000826)

Termin: Donnerstags, 12-14 Uhr

Ort: Raum 116 (Konviktstr. 11)

Dauer: 11.10.2012 bis 31.01.2013

Mit dem Begriff „Investiturstreit“ wird eine der bedeutendsten Umbruchsperioden des europäischen Mittelalters bezeichnet. Die damit verbundenen Konflikte betreffen im engeren Sinn die Einsetzung von Bischöfen; darüber hinaus stritt man aber viel genereller über das Verhältnis zwischen geistlicher und weltlicher Gewalt, zwischen Kaiser und Papst. Wie niemals zuvor griffen Gelehrte zur Feder und brachten ihre Sicht der Dinge zu Pergament. Man hat die Streitschriften deswegen als Anfänge staatlicher Propaganda definiert und vermutet, dass sich dort erstmals Öffentlichkeit als politischer Faktor erkennen lasse.
In der Übung werden Wege gesucht, die widersprüchliche Sekundärliteratur zu bewerten und zu einem Urteil darüber zu kommen, was „Öffentlichkeit“ damals war und welche Bedeutung ihr zukam.

Zur Einführung:
WILFRIED HARTMANN, Der Investiturstreit (Enzyklopädie deutscher Geschichte, Bd. 21) 3., überarb. und erw. Auflage, München 2007.

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