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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2012/2013 - Matthias Becher

Prof. Dr. Matthias Becher

 

Vom Frankenreich zu Deutschland und Frankreich (Vorlesung, Nr.: 504000784)

Termin: Donnerstags, 10-12 Uhr

Ort: Hörsaal III (Hauptgebäude)

Dauer: 18.10.2012 bis 31.01.2013

In der zweiten Hälfte des 9. und der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts zerfiel das fränkische Großreich als politische Einheit endgültig. Es entstanden neue Reiche, die sich zu Frankreich und Deutschland weiterentwickeln sollten. In der Vorlesung soll diese Entwicklung nachgezeichnet und vor allem auch nach dem gemeinsamen Erbe des karolingischen Imperiums gefragt werden.

Literatur: C. Brühl, Deutschland – Frankreich. Die Geburt zweier Völker (1990); J. Ehlers, Die Entstehung des deutschen Reiches (1994); Johannes Fried, Der Weg in die Geschichte (1994); H. Keller, Die Ottonen (2001); R. Schieffer, Die Karolinger (32000).

Ausführliche Literatur- und Quellenliste zur Vorlesung (PDF-Version)

 

Konsensuale Herrschaft im 9. und 10. Jahrhundert (Hauptseminar, Nr.: 504000833)

Termin: Mittwochs, 10-12 Uhr

Ort: Raum 114 (Konviktstr. 11)

Dauer: 17.10.2012 bis 30.01.2013

Die politische Ordnung des Frankenreiches und seiner Nachfolger beruhte in hohem Maße auf dem Einverständnis zwischen dem König und seinen „Großen“, den hohen geistlichen Würdenträgern und den führenden Vertretern des Adels. Daher spricht die jüngere Forschung von „konsensualer Herrschaft“. Im Seminar soll es einerseits um die konkreten Mechanismen – etwa Rituale – gehen, mit denen ‚Konsens’ hergestellt wurde, andererseits kritisch gefragt werden, wie weit dieser Interpretationsansatz zu einem vertieften Verständnis des Mittelalters beiträgt.

Literatur: G. Althoff, Die Macht der Rituale, Darmstadt 2003; J. Hannig, Consensus fidelium: Frühfeudale Interpretationen des Verhältnisses zwischen Königtum und Adel am Beispiel des Frankenreiches (Monographien zur Geschichte des Mittelalters 27) Stuttgart 1982; B. Schneidmüller, Konsensuale Herrschaft. Ein Essay über Formen und Konzepte politischer Ordnung im Mittelalter, in: Reich, Regionen und Europa in Mittelalter und Neuzeit. Festschrift für P. Moraw, hg. von P. –J. Heinig u. a. (Historische Forschungen 67) Berlin 2000, S. 53–87.

 

Wahl - Geburt - Designation. Die Regelung der Nachfolge im Mittelalter (Übung, Nr.: 504000841)

Termin: Dienstags, 18-20 Uhr

Ort: Raum 116 (Konviktstr. 11)

Dauer: 16.10.2012 bis 29.01.2013

Die Untersuchung der Frage, wie im Mittelalter die Nachfolge von übergeordneten Funktionsträgern geregelt wurde, gewährt dem Historiker einen tiefen Einblick in die mittelalterliche Gesellschaft und zeitgenössische Denkweisen. Das Seminar wird dabei nicht nur die Entwicklungen und Veränderungen der königlichen Thronfolge, sondern auch die Sukzession im Adel und im kirchlichen Bereich in den Blick nehmen. Dabei soll vor allem analysiert werden, welche Kräfte die Nachfolge in den unterschiedlichen Gesellschaftsbereichen faktisch bestimmten und welche Legitimationsstrategien dabei – teilweise auch nachträglich – angewandt wurden.

Literatur: Die früh- und hochmittelalterliche Bischofserhebung im europäischen Vergleich, hg. von Franz-Reiner Erkens (Beihefte zum AKG 48), Köln u. a. 1998; Königswahl und Thronfolge in ottonisch-frühdeutscher Zeit, hg. von E. Hlawitschka (Wege der Forschung 178), Darmstadt 1971; Königswahl und Thronfolge in fränkisch-karolingischer Zeit, hg. von dems. (Wege der Forschung 297), Darmstadt 1975.

 

Colloquium für Doktoranden und Examenskandidaten (Oberseminar, Nr.: 504000850)

Termin: Donnerstags, 16-19 Uhr

Ort: Raum 116 (Konviktstr. 11)

Dauer: bis 31.01.2013

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