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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2010/2011 - Matthias Becher

Prof. Dr. Matthias Becher

Die frühen Staufer (Vorlesung, Nr. 504000443)

Zeit: Donnerstag, 10-12 Uhr

Ort: HS III

Beginn: 14. Oktober 2010

 

Die Zeit der frühen Staufer war eine Epoche grundlegenden Wandels. Im Mittelpunkt der Vorlesung wird das mittelalterliche Imperium stehen, das als zentrale Macht nicht nur die politische Geschichte Mitteleuropas bestimmte, sondern dessen Aktionen auch für den Mittelmeerraum, Ost- und Westeuropa bedeutsam waren. Vor allem aber soll auf die tiefgreifenden Strukturveränderungen der Zeit eingegangen werden, wobei die zunehmende Verrechtlichung, die Entwicklung der Städte und der Aufstieg neuer sozialer Schichten zu behandeln sind.

Literatur:

O. Engels, Die Staufer (8. Aufl. 2005); K. Görich, Die Staufer. Herrscher und Reich (2. Aufl. 2008); A. Haverkamp, Zwölftes Jahrhundert 1125-1198 (= Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte, Bd. 5, 10. Aufl., 2003); H. Keller, Zwischen regionaler Begrenzung und universalem Horizont (1990).

 

Zwischen Papst und Fürsten. Die Könige und Kaiser von Heinrich IV. bis Friedrich Barbarossa (Hauptseminar, Nr. 504000492)

Zeit: Mittwoch, 10-12 Uhr

Ort: Raum I

Beginn: 13. Oktober 2010

 

Neue Forschungen gehen davon aus, dass die Fürsten seit der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts ein größeres Mitspracherecht bei der Regierung des Reiches für sich reklamierten. Diese gesteigerte Fürstenverantwortung habe sich insbesondere bei Königswahlen und auf Reichsversammlungen gezeigt. Ziel des Seminars ist es, die Genese dieser Auffassung nachzuzeichnen, sie in den Kontext der allgemeinen Verfassungsentwicklung einzuordnen und sie anhand ausgewählter Beispiele zu überprüfen.

In der Veranstaltung selbst wird rege Mitarbeit sowie die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats erwartet, für das ein zwei- bis dreiseitiges Thesen- und Quellenpapier sieben Tage vor dem Referatstermin vorgelegt werden muss.

Elektronische Anmeldung über basis.uni-bonn.de. Nach Zulassung Übernahme eines Themas durch Eintragung in die im Sekretariat (Frau Gröne, Zimmer 106, 1. Etage) ausliegende Liste.

Literatur:

H. Keller, Schwäbische Herzöge als Thronbewerber: Herzog Hermann II. (1002), Rudolf von Rheinfelden (1077), Friedrich von Schwaben (1125). Zur Entwicklung von Reichsidee und Fürstenverantwortung, Wahlverständnis und Wahlverfahren im 11. und 12. Jahrhundert, in: ZGO 131 (1983), S. 123-162; J. Schlick, König, Fürsten und Reich (1056-1159). Herrschaftsverständnis im Wandel (2001).

 

König und Reich im Früh- und Hochmittelalter (Hauptseminar/Übung, Nr. 504000501)

Zeit: Dienstag, 18-20 Uhr

Ort: Raum III

Beginn: 19. Oktober 2010

 

Die politische Ordnung im Früh- und Hochmittelalter beruhte in hohem Maße auf dem Einverständnis zwischen dem König seinen „Großen“, den hohen geistlichen Würdenträgern und den führenden Vertretern des Adels. Daher spricht die jüngere Forschung von „konsensualer Herrschaft“ und entwickelt so den von der „Neuen Verfassungsgeschichte“ entwickelten Herrschaftsbegriff fort. In der Veranstaltung sollen zunächst Thronwechsel und innere Auseinandersetzungen in den Blick genommen werden, um dann Recht und Verfassung als Grundlagen des Königtums zu diskutieren.

In der Veranstaltung selbst wird rege Mitarbeit sowie die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats erwartet, für das ein zwei- bis dreiseitiges Thesen- und Quellenpapier sieben Tage vor dem Referatstermin vorgelegt werden muss. Eine Prüfungsleistung wird darüberhinaus durch die Erstellung einer Hausarbeit erbracht.

Elektronische Anmeldung über basis.uni-bonn.de. Nach Zulassung Übernahme eines Themas durch Eintragung in die im Sekretariat (Frau Gröne, Zi 106, 1. Etage) ausliegende Liste.

Literatur:

J. Hannig, Consensus fidelium. Frühfeudale Interpretationen des Verhältnisses zwischen Königtum und Adel am Beispiel des Frankenreiches (1982); B. Schneidmüller, Konsensuale Herrschaft. Ein Essay über Formen und Konzepte politischer Ordnung im Mittelalter, in: Reich, Regionen und Europa in Mittelalter und Neuzeit. Festschrift für Peter Moraw, hg. von P.-J. Heinig u. a. (2000), S. 53-87.

 

Colloquium für Doktoranden und Examenskandidaten (Hauptseminar/Übung, Nr. 504000512)

Zeit: Donnerstag, 16-19 Uhr

Ort: Raum I

Teilnahme nur nach Anmeldung in der Sprechstunde

 

Die Veranstaltung dient der Prüfungsvorbereitung. Zu diesem Zweck sollen die Teilnehmer entweder neueste Forschungen zu einem ausgewählten Problem der mittelalterlichen Geschichte oder ihre Examens- bzw. Doktorarbeiten vorstellen.

 

 

 

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