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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2010/2011 - Linda Dohmen

Linda Dohmen, M.Phil.

Der Dynastiewechsel von 751 (Proseminar, Nr. 504000459)

Zeit: Mittwoch, 14-16 Uhr

Ort: Konviktstraße, Raum I

Beginn: 13. Oktober 2010  

Die Absetzung des letzten Merowingers Chilperich III. durch seinen Hausmeier Pippin den Jüngeren und dessen Erhebung zum König der Franken mit Unterstützung des Papstes Zacharias war zweifellos bereits für die Zeitgenossen ein aufsehenerregendes Ereignis. Auch aus der Rückschau betrachtet, hatte das Bündnis der Karolinger mit dem Papsttum zweifellos wichtige Auswirkungen auf das Wesen des (früh-)mittelalterlichen Königtums, da es insbesondere dessen sakrale Bezüge nachhaltig verstärkte. Doch kann der Dynastiewechsel von 751 gar als „folgenschwerste Tat des ganzen Mittelalters“ bezeichnet werden, wie bisweilen – durchaus provokativ – in der Forschung behauptet wird?

Anhand des Themas sollen im Seminar Grundkonstanten frühmittelalterlicher Herrschaft – insbesondere im Hinblick auf ihre Legitimation – erarbeitet werden. In erster Linie dient die Veranstaltung aber der Einführung in die Techniken wissenschaftlichen Arbeitens, weshalb sukzessive Methodik und Arbeitsweisen der Mediävistik und der Historischen Hilfswissenschaften vorgestellt werden.

Teilnahmevoraussetzung sind Grundkenntnisse der lateinischen Sprache, die Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferates und regelmäßige Mitarbeit auch in schriftlicher Form. Das Proseminar schließt mit einer Klausur.

 

Zur Einführung wird empfohlen:

- Der Dynastiewechsel von 751. Vorgeschichte, Legitimationsstrategien und Erinnerung, hrsg. von Matthias Becher und Jörg Jarnut, Münster 2004.

- Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter, Stuttgart ³2006.

 

Der Sturz Karls III. (887) (Proseminar, Nr. 504000460)

Zeit: Dienstag, 16-18 Uhr

Ort: Konviktstraße, Raum III

Beginn: 12. Oktober 2010 

Karl III., auch genannt ‚der Dicke’, der Urenkel Karls des Großen, war der letzte Herrscher über das gesamte Frankenreich. Unter ihm waren das heutige Frankreich, Deutschland und Italien noch einmal in einer Person vereint. Doch 887 sollte ein desaströses Jahr für ihn werden: Die Normannen bedrängten das Reich, er selbst litt an einer schweren Krankheit und trennte sich überdies von seinem engsten Vertrauten, Bischof Liutward, und seiner Frau, Kaiserin Richgard, über die Gerüchte eines ehebrecherischen Verhältnisses kursierten. Ende 887 wurde Karl III. von seinen ostfränkischen Getreuen verlassen und an seiner Stelle der aus Bayern angerückte Arnulf, ein Neffe des Kaisers, zum König erhoben. Ein paar Wochen später, im Januar 888, starb Karl auf einem Hof in Alemannien.

Anhand der Absetzung Karls III. sollen im Seminar Grundkonstanten frühmittelalterlicher Herrschaft – insbesondere im Hinblick auf ihre Legitimation – erarbeitet werden. In erster Linie dient die Veranstaltung aber der Einführung in die Techniken wissenschaftlichen Arbeitens, weshalb sukzessive Methodik und Arbeitsweisen der Mediävistik und der Historischen Hilfswissenschaften vorgestellt werden.

Teilnahmevoraussetzung sind Grundkenntnisse der lateinischen Sprache, die Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferates und regelmäßige Mitarbeit auch in schriftlicher Form. Das Proseminar schließt mit einer Klausur.

Zur Einführung wird empfohlen:

- Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter, Stuttgart ³2006.

- Hagen Keller, Zum Sturz Karls III., in: Deutsches Archiv 22 (1966), S. 333-384.

- Rudolf Schieffer, Karl III. und Arnolf, in: Festschrift für Eduard Hlawitschka zum 65. Geburtstag, hrsg. v. Karl Rudolf Schnith u. Roland Pauler (Münchener Historische Studien. Abteilung Mittelalterliche Geschichte 5), Kallmünz/Opf. 1993, S. 133-149.

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