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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2009/2010 - Matthias Becher

Prof. Dr. Matthias Becher

Die Entstehung des Frankenreichs (Vorlesung, Nr. 504000280)

Zeit: Donnerstag, 10-12 Uhr

Ort: Hörsaal III (Hauptgebäude)

Beginn: 15. Oktober 2009

 

Die Franken entwickelten sich im Übergang von der Spätantike zum Frühmittelalter aus kleinsten Anfängen zur dominierenden Macht im westlichen Europa. Mit ihrem Reich traten sie im Grunde genommen schon seit Chlodwig das Erbe des untergegangenen Weströmischen Reiches an. In der Vorlesung soll es darum gehen, die Entwicklung dieses Volkes vom „Stammesschwarm“ zum Großreich von der Mitte des 3. bis ins 6. Jahrhundert nachzuzeichnen.

Literatur: Matthias Becher, Merowinger und Karolinger, Darmstadt 2009 (Geschichte kompakt); Patrick J. Geary: Die Merowinger, München 1996; Eugen Ewig, Die Merowinger und das Frankenreich, Stuttgart 52006; Friedrich Prinz, Europäische Grundlagen deutscher Geschichte (4.-8. Jahrhundert), in: Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte 1, Stuttgart 102004, 147-616; Reinhard Schneider, Das Frankenreich, München 42001(Oldenbourg Grundriß der Geschichte 5).

 

Die frühmittelalterliche Thronfolge im europäischen Vergleich (Hauptseminar, Nr. 504000313)

Zeit: Mittwoch, 10-12 Uhr

Ort: Konviktstraße

Beginn: 14. Oktober 2009

 

Elektronische Anmeldung über basis.uni-bonn.de. Nach Zulassung Übernahme eines Themas durch Eintragung in die im Sekretariat (Frau Gröne, Zimmer 106, 1. Etage) ausliegende Liste.

Teilnahmevoraussetzung ist neben den üblichen Anforderungen die Vorlage eines zwei- bis dreiseitigen Thesen- und Quellenpapiers sieben Tage vor dem Referatstermin.

 

Die modernen Vorstellungen von der frühmittelalterlichen Thronfolge sind von den Teilungen des Frankenreiches unter Merowingern und Karolingern geprägt. In anderen Reichen wurde jedoch nicht geteilt, und auch bei Franken gab es Ausnahmen von der Teilungspraxis. In dem Seminar soll die Thronfolge im Frühmittelalter vergleichend untersucht werden, um vor allem Rückschlüsse auf die politischen Strukturen der einzelnen Reiche ziehen zu können.

 Literatur: Brigitte Kasten, Königssöhne und Königsherrschaft. Untersuchungen zur Teilhabe am Reich in der Merowinger- und Karolingerzeit, Hannover 1997 (Schriften der Monumenta Germaniae Historica 44); Thilo Offergeld, Reges pueri. Das Königtum Minderjähriger im frühen Mittelalter, Hannover 2001 (Schriften der Monumenta Germaniae Historica 50).

 

Chlodwig - primus rex Francorum (Übung, Nr. 504000330)

Zeit: Dienstag, 18-20 Uhr

Ort: Konviktstraße

Beginn: 13. Oktober 2009

 

Elektronische Anmeldung über basis.uni-bonn.de. Nach Zulassung Übernahme eines Themas durch Eintragung in die im Sekretariat (Frau Gröne, Zi 106, 1. Etage) ausliegende Liste.

Teilnahmevoraussetzungen sind neben den üblichen Anforderungen gute Lateinkenntnisse sowie die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats (Studierende im Magister und Master), zu dem sieben Tage vor dem Referatstermin ein dreiseitiges Thesen- und Quellenpapier vorzulegen ist.

 

König Chlodwig (481/82-511) gilt als der Begründer des fränkischen Großreiches. Von einer relativ kleinen Basis im heutigen Belgien aus gelang es ihm, fast ganz Gallien zu erobern und ein Großreich zu errichten. Er steht gleichberechtigt neben dem Ostgotenkönig Theoderich dem Großen, seinem Schwager. Freilich ist die Quellenbasis für seine Herrschaft sehr schmal und unser Wissen über ihn durch die oft legendenhaften Berichte Gregors von Tours sehr verzerrt. In der Übung soll es darum gehen, ein klareres Bild von Chlodwig zu gewinnen und die römischen und germanischen Grundlagen seiner Herrschaft herauszuarbeiten.

Literatur: Siehe Vorlesung; außerdem William M. Daly, Clovis: How Barbaric, How Pagan?, in: Speculum 69 (1994), 619-664; Adolf Lippold, Chlodwig (Chlodovechus), in: RE Suppl. XIII, 139-174; Erich Zöllner: Geschichte der Franken bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts, München 1970.

 

    

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