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Lehrveranstaltungen Wintersemester 2008/2009 - Alheydis Plaßmann

Europa im frühen Mittelalter 600-800 (Vorlesung Nr. 504000101)

Zeit: Fr 10-12 Uhr
Ort: Hörsaal XV (Hauptgebäude)
Beginn: 17. Oktober 2008

Nach dem Untergang des römischen Reiches entstanden auf dessen Boden neue Reiche, die von „germanischen“ gentes gegründet worden waren. Auf Dauer konnte sich von diesen Reichen nur das fränkische durchsetzen. In der Vorlesung soll die Entwicklung zur Hegemonie des Frankenreiches in Europa nachvollzogen werden, aber auch verständlich gemacht werden, unter welchen Bedingungen Königsherrschaft im Frühmittelalter nicht nur im Frankenreich stand. Nach dem Untergang des römischen Reiches beeinflussten neue ordnende Kräfte wie das expandierende Christentum die Entwicklung in Europa. Die Ausbreitung des Christentums ist ein Prozess, der sich neben der Interpretation aus religionshistorischer Sicht als Phänomen der Akkulturation und Kulturangleichung verstehen lässt und damit eine Verbreitung von Strukturen und Ideen bedeutet, die noch im römischen Kontext entstanden. Diese Aspekte der Kontinuität sollen neben den Brüchen des frühen Mittelalters in der Vorlesung behandelt werden.

Einführende Literatur:

Arnold Angenendt, Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400-900, Stuttgart 32001.

The New Cambridge Medieval History, Bd. I, ca. 500-700, hg. von Paul Fouracre, Cambridge 2005.

The New Cambridge Medieval History, Bd. II, ca. 700- ca. 900, hg. von Rosamond McKitterick, Cambridge 1995 (ND 2004).



Die Transformation der Römischen Welt (Hauptseminar Nr. 504000111)

Zeit: Di 14-16 Uhr
Ort: Raum III (Historisches Seminar)

Beginn: 14. Oktober 2008

Am Übergang von der Antike zum Mittelalter hat man von jeher das entscheidende Ereignis des Bruchs gesucht, mit dem sich der Wandel vom spätantiken Imperium Romanum zu den frühmittelalterlichen Königreichen erklären ließ. Heute betont man mehr die Kontinuität als den Bruch und im Seminar sollen daher die Entwicklungen nachgezeichnet werden, die zur Bildung der „germanischen“ Reiche auf römischem Boden führten. Die römischen Voraussetzungen dieser Königreiche sollen ebenfalls herausgearbeitet werden.

Teilnahmevoraussetzungen sind die Bereitschaft zur Übernahme eines Referates, Vorbereitung und Vorstellung der relevanten Forschungsliteratur, regelmäßige Mitarbeit und eine Hausarbeit, die bis zum 31.3.2009 zu erstellen ist. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen beschränkt. Ab dem 18. August liegt eine Themenliste im Sekretariat (Frau Gröne, Raum 106) aus, in die die Teilnehmer sich eintragen sollen. Die Thesenpapiere sollen 7 Tage vor dem Referatstermin vorliegen.

 

Einführende Literatur:

Arnold Angenendt, Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400-900, Stuttgart 32001.

The New Cambridge Medieval History, Bd. I, ca. 500-700, hg. von Paul Fouracre, Cambridge 2005.

Walter Pohl, Die Germanen (Enzyklopädie Deutscher Geschichte 57) München 2000.

Walter Pohl, Die Völkerwanderung. Eroberung und Integration, Stuttgart 22005.

Herwig Wolfram, Das Reich und die Germanen (Siedler Deutsche Geschichte 1) Berlin 1990.

Die Sammelbände der Reihe Transformation of the Roman World.

 

Quellen zur Geschichte des frühen salischen Kaisertums ( Übung Nr. 504000165)

Zeit: Mi 10-12 Uhr
Ort: Raum III (Historisches Seminar)

Beginn: 15. Oktober 2008

In der frühen Salierzeit fließen die historiographischen Quellen besonders reichlich, aber auch in besonders unterschiedlicher Ausrichtung. Während in Wipos Gesta Chuonradi ein überaus positives Bild des Königtums gezeichnet wird, ist dies in den Annalen des Lampert von Hersfeld schon sehr viel differenzierter und schließlich in den Polemiken der Auseinandersetzungen zwischen Heinrich IV. und den Fürsten schon fast „propagandistisch“ negativ verzerrt. Im Seminar sollen die Quellen in ausgewählten Auszügen gelesen und einer Quellenkritik unterzogen werden, die als Methode vertieft werden soll. Es soll dabei auch um die Frage gehen, inwiefern der Niedergang des salischen Kaisertums verändernd auf die Einstellung zur Geschichte gewirkt hat, aber auch wie die „causa scribendi“ der Autoren und ihre Wirkung auf ihre Mitwelt zu gewichten sind.

Obwohl viele Quellen in Übersetzung vorliegen, sind gute Lateinkenntnisse unabdingbar und daher Teilnahmevoraussetzung. In der Veranstaltung selbst wird rege Mitarbeit, sowohl in mündlicher als auch in schriftlicher Form, sowie die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats erwartet. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen beschränkt. Für diese Veranstaltung findet eine elektronische Anmeldung statt. Über die Modalitäten wird rechtzeitig durch Aushänge und Hinweise auf der Homepage des Instituts für Geschichtswissenschaft informiert. Eine Themenliste liegt ab 18. August im Sekretariat (Frau Gröne, Raum 106) aus.

Literatur:

U.-R. Blumenthal, Der Investiturstreit, Stuttgart 1982.

E. Boshof, Die Salier, Stuttgart 42000 (eine fünfte Auflage ist für 2008 angekündigt).

W. Hartmann, Der Investiturstreit, München 32007.

J. Laudage (Hrsg.), Der Investiturstreit. Quellen und Materialien, Köln 22006.

S. Weinfurter, Das Jahrhundert der Salier (1024-1125), Ostfildern 22008.
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