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Dr. Hendrik Hess

Dr. Hendrik Hess

Die Pest im Reich - Wahrnehmungen und Folgen im 14. Jahrhundert (Übung, Nr. 504002434)

Termin: montags, 14 bis 16 Uhr

Ort: Bibliotheksraum Neuzeit, Konviktstraße 11

Beginn: 12.04.2021

 

Aus aktuellem Anlass werden in der Übung die Wahrnehmungen und Folgen der Pest-Pandemie in der Mitte des 14. Jh. mit dem Fokus auf das römisch-deutsche Reich untersucht. Wie sehr schreckte das Gespenst des Schwarzen Todes das mittelalterliche Europa? Wie wurde die Pandemie von den Zeitgenossen historiographisch, literarisch und bildlich dargestellt, beurteilt und erklärt? Wie gestalteten sich der Umgang mit ihr und Maßnahmen gegen sie? Wie sind (vermeintliche) Begleiterscheinungen oder Reaktionen wie Pogrome und die Geißlerbewegung zu bewerten? Neben diesen Fragen werden in der Veranstaltung zudem die (medizinischen) Hintergründe, der Verlauf sowie (un)mittelbare politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen der Pandemie in kurz- und langfristiger Perspektive thematisiert.

Als Studienleistungen werden aktive Teilnahme, Vor- und Nachbereitung der Sitzungen sowie die Übernahme eines Referats mit Thesenpapier/Präsentation erwartet. Eine Prüfungsleistung wird durch die Anfertigung einer Hausarbeit erbracht.

 

Literatur: Klaus Bergdolt, Der Schwarze Tod in Europa. Die Große Pest und das Ende des Mittelalters, 4. Auflage München 2017; Samuel K. Cohn, Jr. (Hrsg.), David Herlihy. The Black Death and the Transformation of the West, Cambridge, MA/London 1997; František Graus, Pest – Geißler – Judenmorde. Das 14. Jahrhundert als Krisenzeit (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 86), Göttingen 1987; Mischa Meier (Hrsg.), Pest. Die Geschichte eines Menschheitstraumas, Stuttgart 2005.

 

Ausgewählte lateinische Quellen zur Geschichte des Mittelalters (Übung, Nr. 504002425)

Termin: freitags, 12 bis 14 Uhr

Ort: Bibliotheksraum Neuzeit, Konviktstraße 11

Beginn: 16.04.2021

 

In der Veranstaltung werden mittellateinische Quellen übersetzt und besprochen, deren Schwierigkeitsgrad im Laufe des Semesters ansteigt. Zudem werden Fragen der Grammatik erörtert. Um auf das im zweiten Studienjahr anstehende Epochenmodul Mittelalter vorzubereiten, soll auch ein Überblick über die Bandbreite der verschiedenen Quellengattungen geboten werden (Annalen, Chroniken, Viten, Briefe, Urkunden, Rechtstexte etc.).

Die Teilnehmer des Kurses sollten bereits über Grundkenntnisse des Lateinischen verfügen. Auf der Homepage des Instituts für Geschichtswissenschaft ist https://www.igw.uni-bonn.de/de/studium-1/hilfen-zum-wissenschaftlichen-arbeiten ein Verzeichnis mit 222 wichtigen mittellateinischen Vokabeln hinterlegt. Die Kenntnis dieser Vokabeln wird vorausgesetzt.

Die Veranstaltung schließt mit einer Klausur (Studienleistung im Modul Grundlagen für Historiker II).

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