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Dr. Simon Groth

Dr. Simon Groth

Der Prozess gegen Heinrich den Löwen (Übung, Nr. 504002223)

Termin: mittwochs, 10 bis 12 Uhr

Ort: Raum 0.006 (Bibliotheksraum Neuzeit), Konviktstraße 11

Dauer: 08.04. bis 15.07.2020

 

Heinrich der Löwe, Vetter Friedrich Barbarossas, gilt im Urteil der Nachwelt als herausragende Herrscherpersönlichkeit, ohne dass der ‚Löwe‘ selbst jemals zum König erhoben worden wäre. Doch seine Stellung als Herzog von Sachsen und Bayern, seine ‚Nähe‘ zu seinem Vetter oder seine eigene Herkunft bedingen eine überaus machtvolle Position im Fürstennetzwerk des 12. Jahrhunderts. Auch aufgrund seines Verhaltens wurde dabei in der älteren Forschung ein staufisch-welfischer Gegensatzes konstruiert. Von diesem Gedankengebäude ausgehend, nehmen wir im Seminar den entscheidenden Wendepunkt im Leben Heinrichs des Löwen, den gegen ihn gerichteten Prozess, in den Blick und suchen nach Gründen für seinen anschließenden ‚Sturz‘.

In der Übung sollen der Umgang mit Quellen, Hilfsmitteln und Forschungsliteratur erlernt sowie die mündliche und schriftliche Diskussion wissenschaftlicher Fragestellungen eingeübt werden. Folglich werden rege Mitarbeit, Vor- und Nachbereitung der Sitzungen (einschließlich schriftlicher Hausaufgaben) sowie die Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferats erwartet. Eine Prüfungsleistung wird durch die Erstellung einer Hausarbeit erbracht.

 

Literatur:

JOACHIM EHLERS, Heinrich der Löwe. Eine Biographie. München 2008; KNUT GÖRICH, Friedrich Barbarossa. Eine Biographie. München 2011.

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