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Lehrveranstaltungen Sommersemester 2018 - Hendrik Hess

Hendrik Hess, M.St., M.A.

 

Zufall. Kontingenz und Kontingenzbewältigung in Spätantike und Frühmittelalter (Übung, Nr. 504001823)

Termin: freitags, 14 bis 16 Uhr

Ort: Raum 116, Konviktstr. 11

Dauer: von 13.04.2018

Als kontingent gilt eine Erfahrung, die wir nicht erwartet, gewollt und gewählt haben. Damit ist das Erleben von Kontingenz eine universelle menschliche Grunderfahrung in allen Zeiten, Regionen und Bereichen. Naturkatastrophen, Hungersnöte und noch viel mehr die plötzliche Veränderung von sozialen und politischen Strukturen, Tod, Gewalt oder ihre Androhung und die damit verbundene Einschränkung persönlicher Freiheit sind Vorkommnisse, die auch am Ende des 5. und zu Beginn des 6. Jahrhunderts zu greifen sind.

In der Übung soll anhand der Analyse zeitgenössischer Quellen dem Phänomen der Kontingenz und vor allem den verschiedenen Formen ihrer (narrativen) Bewältigung nachgegangen werden. Ein solcher Zugang wird dabei auch als Alternative zu den etablierten Erklärungsmodellen für den Übergang von Antike zum Mittelalter erprobt, die einen radikalen Bruch, weitgehende Kontinuität oder allmähliche Transformation proklamieren.

Als Studienleistungen werden aktive Teilnahme, Vor- und Nachbereitung der Sitzungen sowie die Übernahme eines Referats mit Thesenpapier erwartet. Eine Prüfungsleistung wird durch die Anfertigung einer Hausarbeit erbracht.

 

Literatur:

 

Brian, Ward-Perkins, The Fall of Rome and the End of Civilization, Oxford 2005.

 

Ausgewählte lateinische Quellen zur Geschichte des Mittelalters (Übung, Nr. 504001802)

Termin: montags, 14 bis 16 Uhr

Ort: Raum 114, Konviktstr. 11

Dauer: von 09.04.2018

In der Veranstaltung werden mittellateinische Quellen übersetzt und besprochen, deren Schwierigkeitsgrad im Laufe des Semesters ansteigt. Zudem werden Fragen der Grammatik erörtert. Um auf das im zweiten Studienjahr anstehende Epochenmodul Mittelalter vorzubereiten, soll auch ein Überblick über die Bandbreite der verschiedenen Quellen-gattungen geboten werden (Annalen, Chroniken, Viten, Briefe, Urkunden, Rechtstexte etc.).

Die Teilnehmer des Kurses sollten bereits über Grundkenntnisse des Lateinischen verfügen. Auf der Homepage des Instituts für Geschichtswissenschaft ist unter https://www.igw.uni-bonn.de/de/studium-1/hilfen-zum-wissenschaftlichen-arbeiten ein Verzeichnis mit 222 wichtigen mittellateinischen Vokabeln hinterlegt. Die Kenntnis dieser Vokabeln wird vorausgesetzt.

Die Veranstaltung schließt mit einer Klausur (Studienleistung im Modul Grundlagen für Historiker II).

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