Sie sind hier: Startseite Lehre Sommersemester 2017 Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2017 - Matthias Becher

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2017 - Matthias Becher

Prof. Dr. Matthias Becher

 

"Der König ist tot, es lebe der König"? Herrscherwechsel und politische Teilhabe im Frühmittelalter (Hauptseminar, Nr. 504001646)

Termin: mittwochs, 10 bis 12 Uhr

Ort: Raum 114, Konvikstr. 11

Dauer: von 19.04.2017

Während es in vielen europäischen Monarchien seit dem Hochmittelalter eine rechtlich geregelte Thronfolge gegeben hat, verliefen die Herrscherwechsel im Frühmittelalter wesentlich offener. Der natürliche Anspruch eines Königssohnes auf die Nachfolge war dabei ein wichtiger Faktor, der aber durch die Zustimmung der politischen Elite ergänzt werden musste. Die ältere Forschung hat daher lange Zeit darüber gestritten, ob die frühmittelalterlichen Reiche Erb- oder Wahlmonarchien gewesen sind. In der jüngeren Forschung setzt sich dagegen die Erkenntnis durch, dass dieser Gegensatz nicht weiterhilft, sondern die politischen Prozesse während eines Herrscherwechsels vor dem gesellschaftlich-politischen Hintergrund der damaligen Zeit zu betrachten sind. In dem Seminar sollen daher die Herrscherwechsel im Frühmittelalter vergleichend untersucht werden, um vor allem Rückschlüsse auf die politischen Strukturen der einzelnen Reiche ziehen zu können.

Literatur:

Königswahl und Thronfolge in fränkisch-karolingischer Zeit, hg. von Eduard Hlawitschka (Wege der Forschung 247), Darmstadt 1975; Königswahl und Thronfolge in ottonisch-frühdeutscher Zeit, hg. von dems. (Wege der Forschung 187), Darmstadt 1971 (beide Bände enthalten wichtige Beiträge der älteren Forschung zum Thema, als Orientierung über die neuere Forschung können die beiden folgenden Aufsätze dienen): Matthias Becher, Dynastie, Thronfolge und Staatsverständnis im Frankenreich, in: Der frühmittelalterliche Staat – europäische Perspektiven, hg. von Walter Pohl – Veronika Wieser (Forschungen zur Geschichte des Mittelalters 16), Wien 2009, S. 183-199; Franz-Reiner Erkens, Teilung und Einheit, Wahlkönigtum und Erbmonarchie: Vom Wandel gelebter Normen, in: Verfassungsänderungen. Tagung der Vereinigung für Verfassungsgeschichte in Hofgeismar vom 15. bis 17. März 2010, hg. von Helmut Neuhaus, Berlin 2011, S. 9-44.

Als schriftliche Prüfungsleistung ist eine ca. 20 bis 25seitige Hausarbeit über das Thema einer Sitzung zu erstellen. Da dieses in ein festes Semesterprogramm eingebunden ist, soll die Hausarbeit auch die Kenntnis der anderen Sitzungsthemen und der Diskussion während des gesamten Semesters widerspiegeln.

 

Bachelor-Kolloquium (Kolloquium, Nr.: 504001642  )

Termin: nach Absprache

Ort: 

Dauer: 

Die Veranstaltung dient der Begleitung Studierender, die ihre Bachelorarbeit verfassen. Sie erhalten die Gelegenheit, ihr Thema sowie die Anlage ihrer Arbeit vorzustellen und zu diskutieren.

 

Europa im Zeitalter der Karolinger (Vorlesung, Nr.: 504001598)

Termin: donnerstags, 10 bis 12 Uhr

Ort: Hörsaal III

Dauer: 20.04. bis 27.07.2017

Das karolingische Großreich war die erste dauerhafte und eine höchst folgenreiche Reichsgründung auf dem Boden des ehemaligen Imperium Romanum. Es prägte (und prägt) in vieler Hinsicht die Geschichte des westlichen Europa. Die Vorlesung wird einen Überblick über die Geschichte der karolingischen Epoche geben und zugleich zentrale Forschungsprobleme ansprechen. Dabei werden sowohl die inneren Strukturen des karolingischen Reiches als auch dessen Beziehungen zu anderen Großmächten der Epoche wie Byzanz oder die Araber angesprochen werden.

Literatur: Rudolf Schieffer, Die Karolinger, 4. überarb. Aufl., Stuttgart 2006; ders., Die Zeit des karolingischen Großreichs (714-887) (Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte, 10. völlig neu bearb. Aufl., Bd. 2), Stuttgart 2005; Matthias Becher, Merowinger und Karolinger (Geschichte kompakt), Darmstadt 2009.

 

  

Kolloquium für Masterkandidaten und Doktoranden (Kolloquium, Nr.: 504001667)

Termin: Donnerstags, 16-19 Uhr

Ort: Raum 114 (Konviktstr. 11)

Dauer: nach Ankündigung

 

Die Veranstaltung dient der Vorstellung und der Diskussion laufender Dissertationen und Master-Arbeiten. Ferner werden aktuelle Tendenzen der Forschung behandelt.
Als Studienleistung wird neben der regelmäßigen aktiven Teilnahme an den Sitzungen die Übernahme eines Referats mit Thesenpapier erwartet.

 

Als Studienleistung wird neben aktiver Teilnahme die Übernahme eines Referats mit Thesen- und Quellenpapier erwartet.

 

Transkulturelle Annäherunge an Phänomene von Macht und Herrschaft (Ringvorlesung, Nr.: 504001686)

Termin: dienstags, 18-20 Uhr

Ort: Hörsaal IV

Dauer: 25.04. bis 25.07.2017

 

Der SFB 1167 „Macht und Herrschaft – Vormoderne Konfigurationen in transkultureller Perspektive“ (www.sfb1167.uni-bonn.de) nähert sich Erscheinungsformen von Macht und Herrschaft in Asien, Europa und dem nördlichen Afrika seit dem Sommer 2016 aus einem zweifach transkulturellen Blickwinkel: Einerseits wird durch den Rückgriff auf Wolfgang Welschs Transkulturalitätskonzept zum Ausdruck gebracht, dass ‚Kulturräume‘ niemals monolithische Einheiten bilden, sondern stets vielseitigen Einflüssen unterworfen sind und selbst Veränderungsimpulse geben. Andererseits wird zugleich der Versuch unternommen, die Grenzen der oftmals eurozentrisch geprägten wissenschaftlichen Fachkulturen zu überschreiten, um strukturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede der untersuchten Phänomene aufzudecken.
In der auf mehrere Semester angelegten Ringvorlesung gewähren Teilprojektleitende, Mitarbeiter(innen) und Gäste Einblicke in die Fragestellungen und Arbeitsfelder des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereichs, wodurch zugleich die thematische sowie geographische Breite des Verbundes illustriert wird.
Termine:
25.04.2017: Prof. Dr. Matthias Becher (Mittelalterliche Geschichte): „Vormoderne Macht und Herrschaft: Zugänge, Phänomene, Perspektiven“
09.05.2017: Dr. Anna Kollatz (Islamwissenschaft): „Transkulturalität als Strategie: Integration von Eliten am Mogulhof“
23.05.2017: Prof. Dr. Harald Wolter-von dem Knesebeck (Kunstgeschichte): „Der König als Gast – Haus und Herrschaft in der profanen Wandmalerei: Frühe italienische Beispiele in Verona und San Gimignano“
13.06.2017: Prof. Dr. Mechthild Albert (Romanistik): „Herrscher und Berater/in in der kastilischen Literatur des Mittelalters“
27.06.2017: Prof. Dr. Ralph Kauz (Sinologie): „Die ‚Globalpolitik‘ des Yongle-Kaisers (r. 1403–1424): Konfrontation oder Legitimation?“
11.07.2017: Prof. Dr. Elke Brüggen (Germanistische Mediävistik): „Politische Rede in der ‚Kaiserchronik‘“
25.07.2017: Prof. Dr. Nikolas Jaspert (Mittelalterliche Geschichte, Universität Heidelberg): „Militärische Diasporen und die Politik der Frömmigkeit im westlichen Mittelmeerraum (13.–15. Jahrhundert)“

Als Studienleistung wird neben aktiver Teilnahme die Übernahme eines Referats mit Thesen- und Quellenpapier erwartet.

 

 

 

 

 

Artikelaktionen