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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2017 - Markus Knipp

Markus Knipp, M.A.

 

Königsherrschaft im Konflikt (Übung, Nr.: 504001613)

Termin:Donnerstags, 18-20 Uhr

Ort: Raum 116 (Konviktstr. 11)

Dauer: von 20.04.2017

 

Die Gestalt der Königsherrschaft im ostfränkisch-deutschen Reich des 10. und 11. Jahrhunderts steht bis heute immer wieder im Fokus der historischen Forschung. Dabei wurde regelmäßig auf die Konsensorientiertheit königlicher Herrschaftspraxis hingewiesen. Sicherlich stand der König im Zentrum eines komplexen Netzwerkes aus Erwartungen, Interessen, Abhängigkeiten und Verpflichtungen, die im Sinne einer stabilen Herrschaft miteinander in Einklang zu bringen waren. Aber nicht immer konnte dies gelingen und manchmal sollte es das vielleicht auch gar nicht.

Anhand ausgewählter Beispiele sollen Grundzüge der mittelalterlichen Königsherrschaft insbesondere in konfliktgeladenen Situationen untersucht werden: Wodurch konnten Konflikte entstehen oder herbeigeführt werden, wie äußerten sie sich und welche Lösungsmöglichkeiten standen zur Verfügung?

Literatur: Becher, Matthias: Otto der Große. Kaiser und Reich. Eine Biographie, München 2012; Boshof, Egon: Das Reich in der Krise. Überlegungen zum Regierungsausgang Heinrichs III., in: HZ 228 (1979), S. 265-287; Körntgen, Ludger: Ottonen und Salier, Darmstadt ³2010; Reuter, Timothy (Hrsg.): The New Cambridge Medieval History 3, c900-1024, Cambridge 1999; Weinfurter, Stefan: Ordnungskonfigurationen im Konflikt. Das Beispiel Heinrichs III., in: Peterson, Jürgen (Hrsg.): Mediaevalia Augiensia. Forschungen zur Geschichte des Mittelalters, Stuttgart 2001 (VuF Bd. 54), S. 79-100.

Von den Teilnehmern wird neben der Übernahme von Referaten erwartet, dass sie sich in den Sitzungen aktiv an der Erarbeitung und Diskussion der Quellen, deren Kontext sowie der mit ihnen verbundenen methodischen Probleme beteiligen. Hierzu wird regelmäßig eine Vor- oder Nachbereitung in Form von Hausaufgaben erforderlich sein. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass für eine kritische Auseinandersetzung mit den Quellen Kenntnisse der lateinischen Sprache erforderlich sind.

Die Veranstaltung schließt mit einer Hausarbeit.

  

 

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