Sie sind hier: Startseite Lehre Sommersemester 2016 Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2016 - Linda Dohmen

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2016 - Linda Dohmen

Dr. Linda Dohmen

 

Ausgewählte lateinische Quellen zur Geschichte des Mittelalters (Übung, Nr.: 504001418)

Termin: Mittwochs, 10-12 Uhr

Ort: Raum 114 (Konviktstr. 11)

Dauer: von 13.04.2016

 

 

In der Veranstaltung werden mittellateinische Quellen übersetzt und besprochen, deren Schwierigkeitsgrad im Laufe des Semesters ansteigt. Zudem werden Fragen der Grammatik erörtert. Um auf das im zweiten Studienjahr anstehende Epochenmodul Mittelalter vorzubereiten, soll auch ein Überblick über die Bandbreite der verschiedenen Quellengattungen geboten werden (Annalen, Chroniken, Viten, Briefe, Urkunden, Rechtstexte etc.). Die Teilnehmer des Kurses sollten bereits über Grundkenntnisse des Lateinischen verfügen. Auf der Homepage des Instituts für Geschichtswissenschaft ist unter http://www.igw.uni-bonn.de/studium-1/hilfen-zum-wissenschaftlichen-arbeiten ein Verzeichnis mit 222 wichtigen mittellateinischen Vokabeln hinterlegt. Die Kenntnis dieser Vokabeln wird vorausgesetzt.

Die Veranstaltung schließt mit einer Klausur (Studienleistung im Modul Grundlagen für Historiker II).

 

  

Und jedem Ende wohnt ein Anfang inne. Der Zerfall des Frankenreiches im 9. Jahrhundert (Übung, Nr.: 504001433)

Termin: Donnerstags, 10-12 Uhr

Ort: Raum 116 (Konviktstr. 11)

Dauer: von 14.04.2016

 

Das Reich der Franken, das in seiner größten Ausdehnung über ganz Mitteleuropa und weite Teile West- und Südeuropas von Karl dem Großen geschaffen worden war, sollte keinen Bestand haben. Auch wenn der Vertrag von Verdun 843, geschlossen von den Enkeln Karls des Großen, heute nicht mehr als „Anfangspunkt“ insbesondere deutscher Geschichte gilt, waren die politischen Entwicklungen des 9. Jahrhunderts – Verlust der Zentralgewalt auf der einen, wachsende Selbständigkeit der Teilreiche und Regionen auf der anderen Seite – in dem Prozess der Bildung der späteren Nationalstaaten Deutschland und Frankreich von entscheidender Bedeutung.

 

Die Übung widmet sich damit einem ‚klassischen‘ Thema der Mediävistik, das sich durch die vergleichsweise gute Quellenlage und die intensive Fachdiskussion sehr gut zum ‚Üben‘ mediävistischer Arbeitsweisen eignet.

Obschon die bedeutendsten Geschichtswerke der Karolingerzeit in der Freiherr-vom-Stein-Gedächtnisausgabe in zweisprachiger Form vorliegen, sind gute Lateinkenntnisse für das vertiefte Verständnis mittelalterlicher Quellen unabdingbar. In der Veranstaltung selbst werden rege Mitarbeit, Vor- und Nachbereitung der Sitzungen sowie die Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferats erwartet. Eine Prüfungsleistung wird darüber hinaus durch die Erstellung einer Hausarbeit erbracht.

Literaturhinweise:

Carlrichard Brühl, Deutschland – Frankreich. Die Geburt zweier Völker, Köln – Wien 1990.

Rudolf Schieffer, Die Zeit des karolingischen Großreichs (714-887) (Gebhardt. Handbuch der Deutschen Geschichte 2) Stuttgart 2005.

 

Artikelaktionen