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Lehrveranstaltungen im Sommersmester 2015 - Matthias Becher

Prof. Dr. Matthias Becher

 

Die frühen Staufer (Vorlesung, Nr.: 504001227)

Termin: Donnerstags, 10-12 Uhr

Ort: Hörsaal III (Hauptgebäude)

Dauer: von 9.04.2015

Kommentar:

In der Vorlesung wird die Zeit der frühen Staufer als eine Epoche grundlegender Wandlungen vorgestellt. Im Mittelpunkt wird das Reich stehen, das als zentrale Macht nicht nur die politische Geschichte Mitteleuropas bestimmte, sondern dessen Aktionen auch für den Mittelmeerraum, Ost- und Westeuropa bedeutsam waren. Vor allem aber soll auf die tiefgreifenden Strukturveränderungen der Zeit eingegangen werden, wobei die zunehmende Verrechtlichung, die Entwicklung der Städte und der Aufstieg neuer sozialer Schichten zur Sprache kommen.

Literatur:

Einführende Literatur: O. Engels, Die Staufer (1972 u.ö.); A. Haverkamp, Zwölftes Jahrhundert 1125-1198 (= Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte, 10. Aufl., Bd. 5, 2003); H. Keller, Zwischen regionaler Begrenzung und universalem Horizont (1990); K. Görich, Friedrich Barbarossa: Eine Biographie (2011); Ders., Die Staufer. Herrscher und Reich (2006).

 

Honor Imperii - Ehre des Reiches oder Ehre des Kaisers? (Hauptseminar, Nr.: 504001272)

Termin: Mittwochs, 10-12 Uhr

Ort: Raum 114 (Konviktstr. 11)

Dauer: von 8.04.2015

Kommentar:

Der Honor Imperii galt der Forschung mit P. Rassow an der Spitze lange Zeit als Ausdruck für konkrete Rechte des Reiches in der Zeit Friedrichs I. Barbarossa (1152-1190). Dagegen interpretierte K. Görich diesen Begriff rein personal, also als die Ehre des individuellen Herrschers. Diese Position entspricht dem Trend der neueren Forschung, die personalen Elemente mittelalterlicher Herrschaft zu betonen oder sogar zu ihrem Wesenskern zu erklären, während transpersonale Faktoren entsprechend abgewertet oder sogar negiert werden. In diesem Seminar sollen diese gegensätzlichen Positionen an Hand ausgewählter Beispiele diskutiert und in den größeren Zusammenhang der aktuellen Forschungsdiskussion um die mittelalterliche Staatlichkeit gestellt werden.

Als schriftliche Prüfungsleistung ist eine ca. 20 bis 25seitige Hausarbeit über das Thema einer Sitzung zu erstellen. Da dieses in ein festes Semesterprogramm eingebunden ist, soll die Hausarbeit auch die Kenntnis der anderen Sitzungsthemen und der Diskussion während des gesamten Semesters widerspiegeln.


Literatur:

A. Haverkamp (Hg.), Friedrich Barbarossa. Handlungsspielräume und Wirkungsweisen des staufischen Kaisers (1992); F. Opll, Friedrich Barbarossa (1990 u. ö.); J. Laudage, Alexander III. und Friedrich Barbarossa (1997); K. Görich, Die Ehre Friedrich Barbarossas (2001); P. Rassow, Honor imperii. Die neue Politik Friedrich Barbarossas 1152–1159. Neuausgabe (1961); S. Weinfurter (Hg.), Stauferreich im Wandel. Ordnungsvorstellungen und Politik in der Zeit Friedrich Barbarossas (2002).

 

Die Geschichtsschreibung der Welfen im Hochmittelalter (Übung, Nr.: 504001275)

Termin: Dienstags, 18-20 Uhr

Ort: Raum 116 (Konviktstr. 11)

Dauer: von 7.04.2015

Kommentar:

Die Sicht der Welfen auf ihre Geschichte ist in mehreren Geschichtswerken des 12. Jahrhunderts überliefert. Dabei sind selbst noch in der Historia Welforum, dem jüngsten und ausführlichsten Text, verschiedene Kenntnis- und Bewusstseinsstufen zu erkennen. Die Fragen, wie sich die Welfen schrittweise ‚ihre‘ Geschichte erarbeiteten und welche Personen und Ereignisse dabei besonders wichtig für ihr adliges Selbstverständnis waren, sollen im Mittelpunkt dieser Übung stehen.

Als schriftliche Prüfungsleistung ist ein ca. fünfseitiges Protokoll über ein Sitzungsthema zu erbringen. Da dieses in ein festes Semesterprogramm eingebunden ist, soll das Protokoll auch die Kenntnis der anderen Sitzungsthemen und der Diskussion während des gesamten Semesters widerspiegeln.

Literatur:

Quellen und Literatur: Quellen zur Geschichte der Welfen und die Chronik Burchards von Ursberg, hg. von Matthias Becher (2007); K. Schmid, Welfisches Selbstverständnis, in: Adel und Kirche. FS G. Tellenbach, hg. v. J. Fleckenstein und K. Schmid (1968), S. 389-416; B. Schneidmüller, Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung (819-1252) (2000).

 

Colloquium für Doktoranden und Examenskandidaten (Kolloquium, Nr.: 504001384)

Termin: Donnerstags, 16-19 Uhr

Ort: Raum 114 (Konviktstr. 11)

Dauer: wird noch bekannt gegeben

 

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