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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2015 - Achim Fischelmanns

Achim Fischelmanns, M.A.

 

Einführung in die Geschichte der Mediävistik (Übung, Nr.: 504001261)

Termin: Mittwochs, 12-14 Uhr

Ort: Raum 116 (Konviktstr. 11)

Dauer: von 08.04.2015

 

ACHTUNG! WICHTIG!

Wer diese Übung im Modul Wissenschaftsgeschichte (im Optionalbereich der Bachelorstudiengänge der Philosophischen Fakultät oder im Fach Geschichte im Zwei-Fach- oder im Lehramts-Bachelor) belegt, muss dazu zwingend auch eine der beiden Vorlesungen besuchen, die für das Modul angeboten werden.

Nur wer beide Veranstaltungen, Vorlesung und Übung, absolviert und die Modulabschlussprüfung besteht, erhält 6 Leistungspunkte. Im Optionalbereich schließt das Modul mit einer Klausur, im Zwei-Fach- und im Lehramts-Bachelor mit der schriftlichen Ausarbeitung eines Referates.

Wer nur die Vorlesung oder nur die Übung besucht, kann das Modul nicht abschließen und keine Leistungspunkte erwerben.

Mit dem Stichwort ‚Quellenkritik‘ wird man während des Geschichtsstudiums bereits im Proseminar konfrontiert. Während die Notwendigkeit einer gewissenhaften Prüfung des ‚Horizonts‘ und der ‚Tendenz‘ eines Verfassers bei mittelalterlichen Texten vergleichsweise schnell einleuchtet, wird mitunter vernachlässigt, dass es sich auch bei neueren, vermeintlich ‚objektiveren‘ Darstellungen um Geschichtsschreibung handelt, die nicht ‚über den Dingen steht‘ (selbst wenn sie das möglicherweise gerne würde), sondern in größere wissenschaftliche und gesamtgesellschaftliche Kontexte eingebettet ist. An personelle Netzwerke ist dabei ebenso zu denken wie an institutionelle Rahmenbedingungen und weltanschauliche Tendenzen.

 

Die Übung wird schlaglichtartig der Frage nachgehen, wie sich die deutschsprachige Mittelalterforschung seit dem frühen 19. Jahrhundert unter dem Eindruck wechselnder politischer Systeme und methodischer Paradigmen entwickelt hat. Anhand ausgewählter Beispielthemen soll das Rüstzeug für ein wissenschaftsgeschichtliches Arbeiten bereitgestellt werden, das nicht vorschnell und überheblich auf ältere Historikergenerationen herabblickt, sondern vielmehr Denkanstöße für einen reflektiert(er)en Umgang mit der eigenen Standortgebundenheit liefert.

 

Studienleistungen: regelmäßige Vor- und Nachbereitung der Sitzungen in mündlicher und schriftlicher Form sowie Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferats; Prüfungsleistung: Klausur

 

Zur Einführung:

Hans-Werner Goetz, Moderne Mediävistik. Stand und Perspektiven der Mittelalterforschung [Kapitel IV: Zur Geschichte der Mittelalterforschung], Darmstadt 1999, S. 65–103.

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