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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2014 - Matthias Becher

Prof. Dr. Matthias Becher

 

Europa im Wandel: Vom Tod Kaiser Friedrichs II. bis zur großen Pest (1250-1350)
(Vorlesung, Nr. 504001066)

Termin: Donnerstags, 10-12 Uhr

Ort: Hörsaal III (Hauptgebäude)

Dauer: 17.04.-17.07.2014

Mit dem Tod Kaiser Friedrichs II. endete die hegemoniale Stellung des mittelalterlichen Kaisertums. An dessen Stelle trat zum einen das Papsttum mit seinem universellen Herr­schaftsanspruch, zum anderen spielten nun die westeuropäischen Mächte eine immer wichtigere Rolle. In Deutschland fanden in dieser Zeit wichtige verfassungsgeschichtliche Entwicklungen statt: Das Wahlrecht der Kurfürsten prägte sich aus und wurde von Kaiser Karl IV. schließlich in der Goldenen Bulle von 1356 festgeschrieben. Parallel dazu wuchs sowohl die Macht der Territorialfürsten als auch die der Städte. In der Vorlesung sollen jedoch nicht nur Probleme der politischen und der Verfassungsgeschichte, sondern auch wirtschaftliche Neuerungen sowie Wandlungen der Mentalität zur Sprache kommen.

Literatur:Ulf Dirlmeier, Gerhard Fouquet, Bernd Fuhrmann, Europa im Spätmittelalter 1215-1378 (Oldenbourg Grundriss der Geschichte 8), München 2003; Michael Menzel, Die Zeit der Entwürfe (1273–1347) (Gebhardt. Handbuch der Deutschen Geschichte, 10., völlig neu bearb. Aufl. 7a), Stuttgart 2012; Ernst Schubert, Fürstliche Herrschaft und Territorium im späten Mittelalter (Enzyklopädie deutscher Geschichte 35), 2. Aufl., München 2006.

 

Bachelorkolloquium (Projektseminar, Nr. 504001107)

Termin: Blockseminar n. V., 1stündig

Ort: Bibliotheksraum Mittelalter

Dauer: -

 

Vom Interregnum zur Goldenen Bulle: König und Fürsten am Beginn des sogenannten Hausmachtkönigtums (Hauptseminar, Nr.: 504001114)

Termin: Mittwochs, 10-12 Uhr

Ort: Raum 114 (Konviktstr. 11)

Dauer: von 16.04.2014

In den rund einhundert Jahren zwischen dem sogenannten Interregnum nach dem Ende der staufischen Dynastie und dem Erlass der Goldenen Bulle veränderte sich die Verfassung des Reiches nachhaltig. Die Macht des Kaisers bzw. Königs ging zurück und die Stellung der Territorialfürsten und der Städte wurde immer bedeutsamer. Zudem wurde der König nun allein durch die Kurfürsten gewählt. Die ältere Forschung bewertete diese Entwicklung durchweg negativ als Niedergang des mittelalterlichen Kaisertums, während sie in jüngerer Zeit eher positiv gesehen wird als eine Zeit, in der neue Problemlösungen gefunden wurden und das Miteinander von König und Fürsten stärker als je durch ein Streben nach Konsens geprägt war. Gleichwohl kam es nach wie vor zu zahlreichen bewaffneten Auseinandersetzungen und sogar zu einer gewaltsamen Absetzung eines Königs.

Literatur: Außer den zur Vorlesung genannten Publikationen noch Peter Moraw, Von offener Verfassung zu gestalteter Verdichtung. Das Reich im späten Mittelalter 1250 bis 1490, Berlin 1985; Ernst Schubert, Einführungen in die Deutsche Geschichte im Spätmittelalter, 2. Aufl., Darmstadt 1998; Malte Prietzel, Das Heilige Römische Reich im Spätmittelalter (Geschichte kompakt), Darmstadt 2004.

 

Die Entstehung des Kurfürstenkollegs (Übung, Nr.: 504001122)

Termin: Dienstags, 18-20 Uhr

Ort: Raum 116 (Konviktstr. 11)

Dauer: von 15.04.2014

Während die Wahl des Königs im fränkischen bzw. im deutschen Reich bis ins Hochmittelalter allen „Großen“ bzw. Fürsten ohne nähere Regelungen zukam, setzte mit der sogenannten Doppelwahl von 1198 eine Entwicklung ein, die zur Beschränkung des Wahlrechts auf sieben Kurfürsten führte, einer der wohl wichtigsten Grundlagen der Verfassung des deutschen Reiches bis in die Neuzeit hinein. Wie und warum es dazu kam, ist in der Forschung allerdings bis heute umstritten. In der Übung werden die zentralen Quellen für dieses Problem im Mittelpunkt stehen.

Literatur: Alexander Begert, Die Entstehung und Entwicklung des Kurkollegs. Von den Anfängen bis zum frühen 15. Jahrhundert (Schriften zur Verfassungsgeschichte 81), Berlin 2010; Franz-Reiner Erkens, Kurfürsten und Königswahl. Zu neuen Theorien über den Königswahlparagraphen im Sachsenspiegel und der Entstehung des Kurfürstenkollegiums (MGH. Studien und Texte 30), Hannover 2002; Jörg Rogge, Die deutschen Könige im Mittelalter – Wahl und Krönung (Geschichte kompakt), Darmstadt 2006; Armin Wolf, Die Entstehung des Kurfürstenkollegs 1198-1298. Zur 700jährigen Wiederkehr der ersten Vereinigung der sieben Kurfürsten, 2.bearb. Aufl., Idstein 2000.

 

Colloquium für Masterkandidaten und Doktoranden (Kolloquium, Nr.: 504001133)

Termin: Donnerstags, 16-19 Uhr

Ort: Raum 116 (Konviktstr. 11)

Dauer: von 10.04.2013

In der Veranstaltung sollen die Teilnehmer entweder neueste Forschungen zu einem ausgewählten Problem der mittelalterlichen Geschichte oder ihre Master- bzw. Doktorarbeiten vorstellen.

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