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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2012 - Hendrik Heß

M.St., M.A. Hendrik Hess

Die Entstehung "barbarischer" regna in Gallien im Zuge des Untergangs des weströmischen Imperiums - Westgoten, Burgunder, Franken (Übung, Nr.: 504000780)

Termin: Dienstags, 16-18 Uhr

Ort: Raum 116 (Konviktstr. 11)

Beginn: 03.04.2012

Im Verlauf des fünften Jahrunderts schwanden die Macht und institutionelle Stärke des weströmischen Imperiums mehr und mehr, so dass Bereiche, die ehemals zum Kerngebiet des Reiches gehörten, zur Peripherie wurden. Die Aufmerksamkeit der bisweilen in schneller Abfolge wechselnden Kaiser war in den Augen der Zeitgenossen zusehends auf Italien beschränkt; Gallien wurde vernachlässigt, so weit, dass der Vorwurf erhoben wurde, die Imperatoren hätten es zeitweise völlig ignoriert. Sidonius Apollinaris, Schwiegersohn des einstigen Kaisers Avitus, ehemaliger Stadtpräfekt von Rom und Bischof von Clermont, wollte schließlich 476 gar das Ende des weströmischen Imperiums erkannt haben.

Diese Aussage steht im Zusammenhang mit einem Prozess, in dem vor allem Westgoten, Burgunder und Franken begannen, aktiv eigene Machtgebilde auf dem Territorium des weströmischen Reiches zu errichten. In der Übung werden die Hintergründe dieses Prozesses und die Etablierung der kurzlebigen und längerfristigen Nachfolgereiche des weströmischen Imperiums in Gallien untersucht.

Zur Einführung:

Rosen, Klaus: Die Völkerwanderung, München 4. Aufl. 2009

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