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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2011 - Matthias Becher

Prof. Dr. Matthias Becher

Otto der Große. Sächsischer Adliger, ostfränkischer König und römischer Kaiser (Vorlesung, Nr. 504000526)

 

Zeit: Donnerstag, 10-12 Uhr

Ort: HS III

Beginn: 07.04.2011

Im Jahr 2012 jährt sich die Kaiserkrönung Ottos des Großen zum 1050. Mal. Aus diesem Grund wird in Magdeburg eine große Ausstellung stattfinden, die in chronologisch und geographisch vergleichender Perspektive das „Kaisertum im ersten Jahrtausend“ in den Blick nehmen wird. Dahinter soll wohl Ottos Bedeutung für die deutsche und die europäische Geschichte zurücktreten. Bis vor kurzem hat die Forschung dagegen vor allem darüber diskutiert, inwiefern Otto als – womöglich erster – deutscher Herrscher gelten kann oder ob er nicht doch eher in der Tradition des Frankenreiches zu sehen ist. So strebte er die Kaiserwürde vermutlich nach dem Vorbild Karls des Großen an. Vor allem diese Aspekte sollen in der Vorlesung zur Sprache kommen und die Entwicklung Ottos vom Sohn eines sächsischen Adligen zum ostfränkischen König und schließlich zum römischen Kaiser nachgezeichnet werden.

Literatur:

C. Brühl, Deutschland – Frankreich. Die Geburt zweier Völker, 1990.

J. Ehlers, Die Entstehung des deutschen Reiches, 1994.

H. Keller, Die Ottonen, 2001.

J. Laudage, Otto der Große (912-973), 2001.

 

Ein Reich im Umbruch. Das Ostfrankenreich im 10. Jahrhundert (Hauptseminar/Übung, Nr. 504000584)

Zeit: Mittwoch, 10-12 Uhr

Ort: Raum I

Beginn: 06.04.2011

Mit dem Zerfall des Großfränkischen Reiches und dem Aussterben der karolingischen Dynastie sahen sich die Eliten des Ostfrankenreiches mit völlig neuen Verhältnissen konfrontiert, was ihnen aber auch neue Möglichkeiten eröffnete. Ihnen gelang es zumindest vorübergehend, eine stärkere Regionalisierung der Herrschaftsstruktur durchzusetzen, was für die Abwehr äußerer Feinde von großem Vorteil war. Eine Gegenbewegung von herrschaftlicher Seite setzte mit der Etablierung einer neuen Dynastie ein: Die Ottonen konnten die Stellung des Königtums gegenüber den regionalen Kräften wieder stärken und das Ostfrankenreich zur Vormacht in der westlichen Christenheit machen. In dem Seminar sollen diese Entwicklungen nachgezeichnet und der neueste Forschungsstand zu diesen Problemen diskutiert werden.

In der Veranstaltung selbst wird rege Mitarbeit sowie die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats erwartet, für das ein zwei- bis dreiseitiges Thesen- und Quellenpapier sieben Tage vor dem Referatstermin vorgelegt werden muss. Eine Prüfungsleistung wird darüber hinaus durch die Erstellung einer Hausarbeit erbracht.

Elektronische Anmeldung über basis.uni-bonn.de. Nach Zulassung Übernahme eines Themas durch Eintragung in die im Sekretariat (Frau Gröne, Zimmer 1.006, 1. Etage) ausliegende Liste.

Literatur:

s. Vorlesung.

 

Zwischen Konfrontation und Konsens. Otto der Große und seine Gegner (Hauptseminar/Übung, Nr. 504000583)

 

Zeit: Dienstag, 18-20 Uhr

Ort: Raum III

Beginn: 05.04.2011

Die jüngere Forschung geht davon aus, dass ein mittelalterlicher Herrscher nur dann erfolgreich sein konnte, wenn er im Konsens, also in Übereinstimmung, mit seinen Großen regierte. Otto der Große eignet sich besonders gut für die Überprüfung dieser These, weil er sich mit zwei langen und intensiven Aufständen konfrontiert sah. Wie gelang es ihm, diese zu überwinden, und wie gestaltete er seine Herrschaft in den Jahren danach, in denen er sein Reich nach außen hin sogar erheblich erweitern konnte? Diesen Fragen wird die Veranstaltung möglichst quellennah und forschungsorientiert nachgehen.

In der Veranstaltung selbst wird rege Mitarbeit sowie die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats erwartet, für das ein zwei- bis dreiseitiges Thesen- und Quellenpapier sieben Tage vor dem Referatstermin vorgelegt werden muss. Eine Prüfungsleistung wird im Vertiefungsmodul Antike und Mittelalter durch eine Klausur, ansonsten durch die Erstellung einer Hausarbeit erbracht.

Elektronische Anmeldung über basis.uni-bonn.de. Nach Zulassung Übernahme eines Themas durch Eintragung in die im Sekretariat (Frau Gröne, Zimmer 1.006, 1. Etage) ausliegende Liste.

Literatur:

s. Vorlesung sowie besonders

G. Althoff, Die Macht der Rituale, 2003.

B. Schneidmüller, Konsensuale Herrschaft. Ein Essay über Formen und Konzepte politischer Ordnung im Mittelalter, in: Reich, Regionen und Europa in Mittelalter und Neuzeit. Festschrift für Peter Moraw, hg. von P.-J. Heinig u. a., 2000, S. 53-87.

 

Oberseminar/Colloquium für Doktoranden und Examenskandidaten (Nr. 504000598)

Zeit: Donnerstag, 16-18 Uhr

Ort: Raum III

Teilnahme nur nach Anmeldung in der Sprechstunde

Die Veranstaltung dient der Prüfungsvorbereitung. Zu diesem Zweck sollen die Teilnehmer entweder neueste Forschungen zu einem ausgewählten Problem der mittelalterlichen Geschichte oder ihre Examens- bzw. Doktorarbeiten vorstellen.

 

Bachelor-Kolloquium (Nr. 504000571)

Zeit: Über das Semester verteilte Kompaktveranstaltung, Näheres wird noch bekanntgegeben

Ort: Raum I

Teilnahme nur nach Anmeldung in der Sprechstunde

Die Veranstaltung soll den Studierenden, die ihre Bachelorarbeit verfassen, Gelegenheit geben, ihre Thesen vorzustellen sowie ggf. Probleme zu diskutieren.

 

 

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