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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2011 - Florian Hartmann

Dr. Florian Hartmann

Wie demontiere ich einen König? Heinrich IV. im Spiegel der Quellen (Übung, Nr. 504000550)

 

Zeit: Dienstag, 16-18 Uhr

Ort: Raum III

Beginn: 05.04.2011

Heinrich IV. (1056–1106) wurde in seiner langen Herrschaftszeit mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert, die er auf zum Teil ungewohnte Art und Weise zu lösen suchte. Unter anderem diese neuartige Form der Konfliktaustragung brachte ihm harte Kritik seiner Gegner ein, die in ihren Anschuldigungen ganz bewusst Wahres mit Erfundenem mischten und auch vor obszönen, geradezu absurden Vorwürfen nicht zurückschreckten.

Wer steckt hinter solchen Verleumdungen, an wen richten sich die Ankläger und was wollen sie auf diese Weise erreichen?

Neben den Quellen kommen auch jüngste, höchst kontroverse Forschungsarbeiten zu Wort, die belegen, wie sehr die vermeintlich erfundenen Verunglimpfungen noch heutige Historiker vor größte Interpretationsschwierigkeiten stellen.

Für diese Veranstaltung findet eine elektronische Anmeldung über basis.uni-bonn.de statt.

Empfohlene Literatur:

Heinrich IV., hg. v. Gerd Althoff (Vorträge und Forschungen 59), Ostfildern 2009.     

 

Geschichtsbilder. Zeitgebundenheit deutscher Mediävistik seit dem 19. Jahrhundert (Übung, Nr. 504000569)

 

Zeit: Mittwoch, 14-16 Uhr

Ort: Bibliotheksraum Neuzeit

Beginn: 06.04.2011

Jede Epoche schafft sich ihr je eigenes Bild von „historischen Fakten“. So galt, um nur ein Beispiel zu nennen, Karl der Große bald als „Sachsenschlächter“, der sich am germanischen Blut vergangen habe, bald als erster „deutscher“ (und nicht etwa französischer) König, dann als „Vater Europas“, um jüngst wieder von Guido Knopp unter den besten Deutschen geführt zu werden.

In der Übung werden ausgewählte Themen mittelalterlicher Geschichte und ihre Deutungen betrachtet, die seit dem 19. Jahrhundert immer wieder aktuellen Ansprüchen angepasst wurden. Dabei wird es nicht nur um theoretische Fragen von Objektivität in der Geschichtswissenschaft gehen, sondern auch darum, wie und warum bestimmte Bilder in bestimmten Epochen geschaffen wurden und wie nachhaltig anachronistische Wertungen früherer Forschergenerationen auf unser heutiges Verständnis noch wirken können.

Für diese Veranstaltung findet eine elektronische Anmeldung über basis.uni-bonn.de statt.

Empfohlene Literatur:

Die Deutschen und ihr Mittelalter. Themen und Funktionen moderner Geschichtsbilder vom Mittelalter, hg. v. Gerd Althoff, Darmstadt 1992.

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