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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2011 - Alheydis Plassmann

PD Dr. Alheydis Plassmann

Europa im 12. Jahrhundert (Vorlesung, Nr. 504000527)

Zeit:      Freitag, 10-12 Uhr
Ort:       HS XV
Beginn: 08.04.2011

Das 12. Jahrhundert gilt schon seit der griffigen Formel von Charles Homer Haskins von der „Renaissance des 12. Jahrhunderts“ als eine Zeit der Umwälzungen und Neuerungen. Während im römisch-deutschen Reich zunächst die Nachwirkungen der salischen Krisen bewältigt werden mussten, ehe unter Friedrich I. Barbarossa eine neue Stabilisierung gerade des Verhältnisses von König und Fürsten versucht wurde, waren England und Frankreich durch die Lehnsabhängigkeit des englischen Königs in seinen Festlandbesitzungen auf vielfältige Art miteinander verflochten. Ihr Antagonismus führte langfristig zur Ausbildung früher Nationalstaaten. Gleichzeitig führten die Kreuzzüge, die Verbreitung der höfischen Kultur, der zunehmende Handel und die intellektuelle Erneuerung zur Ausbildung einer europaweiten Kultur, deren Standards auch in die europäischen Randgebiete getragen wurden. In der Vorlesung sollen diese Entwicklungslinien im gesamteuropäischen Kontext dargestellt werden, wobei das römisch-deutsche Reich im Vordergrund steht. Für diese Veranstaltung findet eine elektronische Anmeldung über basis.uni-bonn.de statt.

Einführende Literatur:

M. Borgolte, Europa entdeckt seine Vielfalt, 1050-1250, Stuttgart 2003.

O. Engels, Die Staufer, Stuttgart 92010.

A. Haverkamp, Zwölftes Jahrhundert. 1125-1198, Stuttgart 2005 (Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte 5).

D. Luscombe (Hg.), The New Cambridge Medieval History IV. 1, ca. 1025-1198, Cambridge 2004.

R. McKitterick (Hg.), The New Cambridge Medieval History IV. 2, ca. 1025-1198, Cambridge 2004.

B. Schimmelpfennig, Könige und Fürsten, Kaiser und Papst im 12. Jahrhundert, München 22010.

 

Quellen zum ersten Kreuzzug: Gesta Francorum, Raimund von Aguilers (Quellenlektürekurs, Nr. 504000564)

Zeit:      Dienstag, 14-16 Uhr
Ort:       Bibliotheksraum Neuzeit
Beginn: 05.04.2011

Die Kreuzzüge, insbesondere der erfolgreiche erste Kreuzzug, haben das Hochmittelalter in vielerlei Hinsicht stark geprägt. Manche zentrale Quellen sind zwar ins Englische oder Französische, aber noch nicht ins Deutsche übersetzt. Da mit den Gesta Francorum und Raymund von Aguilers zwei Quellen bearbeitet werden sollen, deren deutsche Übersetzung und Kommentierung erst vorbereitet werden, ist die Bereitschaft zur intensiven Auseinandersetzung mit den Texten unabdingbare Voraussetzung für die Teilnahme. Um den Umgang mit der lateinischen Sprache zu erleichtern, finden im Kurs kurze Grammatikwiederholungseinheiten statt. Für diese Veranstaltung findet eine elektronische Anmeldung über basis.uni-bonn.de statt.

Einführende Literatur:

N. Jaspert, Die Kreuzzüge, Darmstadt 42008.

H.-J. Kotzur – B. Klein (Hrsg.), Die Kreuzzüge – Kein Krieg ist heilig, Mainz 2004.

H. E. Mayer, Geschichte der Kreuzzüge, Stuttgart 102005.

S. Runciman, Geschichte der Kreuzzüge, München 52006.

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