Sie sind hier: Startseite Lehre Sommersemester 2007 Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2007 - Alheydis Plassmann

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2007 - Alheydis Plassmann

PD Dr. Alheydis Plassmann

Englische Geschichte im hohen und späten Mittelalter. Von Heinrich II. bis zu Richard III. (Vorlesung Nr. 5429)

Zeit: Fr 10 - 12 Uhr
Ort: Hörsaal XIV (Hauptgebäude)
Beginn: 13. April 2007

Heinrich II. aus dem Haus Anjou-Plantagnet und damit einer der wichtigsten französischen Fürsten erhielt im Jahr 1154 mit der englischen Krone ein Königreich, das aufgrund seiner normannischen Vorgeschichte als eines der fortgeschrittensten Reiche Europas gilt und dem schon ein sehr spezifisches Bewusstsein von Identität zu eigen war. Bis zum Ausklang des Mittelalters sollten die kontinentalen Besitzungen des englischen Königs die Politik der Dynastie Plantagenet im Verhältnis zu Frankreich bestimmen. Das stete Engagement auf dem Kontinent hatte aber auch entscheidende Rückwirkungen auf die innere Verfassungsstruktur des englischen Königreiches, wo im Streit zwischen dem König und seinen Großen von der Magna Carta an versucht wurde, der Mitwirkung von Fürsten und dann auch anderen Ständen an der Herrschaft eine Struktur zu geben, die die Grundlagen für die heutige konstitutionelle Monarchie Englands darstellen. Neben diesen beiden Konstanten gilt es die Vorreiterrolle Englands und den unbedingten Willen zur Hegemonialstellung auf den britischen Inseln darzustellen, die man in der heutigen Forschung etwas überspitzt als "early imperialism" bezeichnet. In der Vorlesung sollen diese drei Entwicklungslinien, die die englische Geschichte bis zu Beginn der frühen Neuzeit prägten, im Mittelpunkt stehen. Die Vorlesung ist für Studierende der alten Studienordnung und für Bachelorstudierende geeignet und kann als Pflichtveranstaltung für Anglistik belegt werden.

Einführende Literatur:

  • The New Cambridge Medieval History, Bd. IV, V, VI und VII, Cambridge 2004, 1999, 2000 und 1998.
  • Natalie Fryde-Hanna Vollrath (Hg.), Die englischen Könige des Mittelalters von Wilhelm dem Eroberer bis zu Richard III., München 2004.
  • Robert Bartlett, England under the Norman and Angevin Kings 1075-1225 (The New Oxford History of England), Oxford 2000.
  • Michael Prestwich, Plantagenet England 1225-1360 (The New Oxford History of England), Oxford 2005.
  • Gerald Hariss, Shaping the Nation 1360-1461 (The New Oxford History of England), Oxford 2006.

 


Heinrich IV. und die sächsische Opposition (Proseminar zur mittelalterlichen Geschichte Nr. 5442)

Zeit: 3st., Di 14 - 16 Uhr, Mi 9 - 11 Uhr (14tägig)
Ort: Raum III (Historisches Seminar)
Beginn: 3. April 2007

Sobald Heinrich IV. eigenständig regierte, versuchte er die Königsmacht in Sachsen stärker präsent zu machen. Dabei stieß er bald auf heftigen Widerstand, der zunächst niedergeschlagen wurde, aber anläßlich von Heinrichs Streit mit dem Papst wieder aufflackerte, so daß die salische Dynastie letztlich in Sachsen nicht mehr Fuß fassen konnte und Sachsen zur "königsfernen" Landschaft wurde. Im Seminar soll der Ablauf dieser Auseinandersetzungen zwischen Heinrich IV. und der sächsischen Opposition anhand der Quellen beleuchtet werden. Im Mittelpunkt sollen dabei längerfristige Entwicklungslinien stehen, die Struktur und Probleme des mittelalterlichen Reiches deutlich machen.

Sukzessive werden im Seminar auch Methodik und Arbeitsweisen der Mediävistik und der Hilfswissenschaften vorgestellt. Das Proseminar wird insgesamt 21 Sitzungen umfassen und mit einer Klausur abschließen.

Teilnahmevoraussetzung sind gute Lateinkenntnisse, die Bereitschaft zur Übernahme eines Referates und regelmäßige Mitarbeit auch in schriftlicher Form. Eine Anmeldeliste liegt ab sofort im Vorzimmer von Prof. Becher aus (1.Etage, Zi. 106, Fr. Gröne). Die Veranstaltung ist für Studierende der alten Magisterstudienordnung.

Literatur:

  • H. Boockmann, Einführung in die Geschichte des Mittelalters, 7. Auflage München 2001.
  • E. Boshof, Die Salier, 4. Auflage Stuttgart 2000.
  • H.-W. Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter, 2. Auflage Stuttgart 2000.

 


Mission und Christianisierung in frühen und hohen Mittelalter (Übung im Hauptstudium Nr. 5515)

Zeit: Mi 11 - 13 Uhr
Ort: Bibliotheksraum Neuzeit (Historisches Seminar)
Beginn: 4. April 2007

Mission und Christianisierung bilden eine wichtige Konstante im frühen und hohen Mittelalter. Die Ausbreitung des Christentums bedeutete eine Vereinheitlichung hin zu einer spezifisch europäischen Kultur. Gleichzeitig hatte eine Christianisierung immer auch schwerwiegende politische Folgen für die bekehrten gentes. Im Seminar soll zum einen beleuchtet werden, welche unterschiedlichen Motive und Vorgehensweisevon seiten der Missionare zu konstatieren sind, es soll aber auch auf mögliche Beweggründe der Christianisierten eingegangen werden. Dabei soll insbesondere auch auf die unterschiedlichen Bekehrungssituationen eingegangen und der Frage nachgegangen werden, inwieweit Missionierungstechniken auch pragmatisch an bestehende Verhältnisse angepasst wurden.

Teilnahmevoraussetzung sind gute Lateinkenntnisse, die Bereitschaft zur Übernahme eines Referates und regelmäßige Mitarbeit. Für einen benoteten Leistungsnachweis ist die Anfertigung einer Hausarbeit bis zum 30.9.2007 erforderlich. Eine Anmeldeliste und eine Liste mit den Referatsthemen liegen ab sofort im Vorzimmer von Prof. Becher aus (1. Etage, Zi. 106, Fr. Gröne).

Einführende Literatur:

  • Arnold Angenendt, Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400-900, 3. Auflage Stuttgart 2001.
  • Lutz von Padberg, Die Christianisierung Europas im Mittelalter, Stuttgart 1998 (Reclam, zur Anschaffung empfohlen).

 

Artikelaktionen