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Prof. Dr. Matthias Becher

Prof. Dr. Matthias Becher

Kreuzzüge und Kreuzfahrerstaaten im 12. Jahrhundert (Vorlesung, Nr. 504002624)

Termin: donnerstags, 10 bis 12 Uhr

Ort: Hauptgebäude, Hörsaal III

Beginn: 14.04.2022

 

Im November 1095 rief Papst Urban II. in Clermont die abendländische Christenheit zu einem militärischen Unternehmen auf, das später als der „Erste Kreuzzug“ bezeichnet wurde. In mehreren Wellen brachen Angehörige aller gesellschaftlichen Gruppen auf, weniger um den östlichen Christen – wie wohl vom Papst gefordert – in ihrem Kampf gegen die muslimischen Seldschuken beizustehen, als vielmehr nach Jerusalem zu ziehen und die Stadt schließlich am 15. Juli 1099 zu erobern. Viele Teilnehmer kehrten in ihre Heimat zurück, viele blieben aber auch und errichteten vier sogenannte Kreuzfahrerstaaten in Syrien und Palästina. Ihre Beziehungen zu den muslimischen Nachbarn waren zwar vor allem kriegerischer Natur, aber beiden Seiten gelang es wenigstens zeitweise auch, einen Modus vivendi zu finden. Vor allem aber veränderten die Kreuzzüge nicht nur die politische Landkarte, sondern stießen nachhaltige kulturelle und wirtschaftliche Entwicklungen und Prozesse im westlichen Europa an. In der Vorlesung wird zunächst ein Überblick über die christlich-islamischen Beziehungen vor 1099 gegeben, dann nach der Entstehung des Kreuzzugsgedankens gefragt und schließlich die Geschichte der einzelnen Kreuzzüge und der Kreuzfahrerstaaten im 12. Jahrhundert behandelt.


Literatur: N. Jaspert, Die Kreuzzüge (Geschichte kompakt, 7. Aufl. 2020); H. E. Mayer, Geschichte der Kreuzzüge (Urban TB 86, 10. Aufl. 2005); J. Riley-Smith, The Crusades: A Short History (1987; auch als Paperback-Ausgabe erhältlich); S. Runciman, A History of the Crusades, 3 Bde. (1951-54; auch als Taschenbuch in deutscher Übersetzung erhältlich).

   

 

Deos lo vult. Der erste Kreuzzug, Byzanz und die Kreuzfahrerstaaten im 12. Jahrhundert (Hauptseminar, Nr. 504002666)

Termin: mittwochs, 10 bis 12 Uhr

Ort: Raum I (Großer Übungsraum), Institut für Geschichtswissenschaft, Konviktstraße  11

Beginn: 13.04.2021

 

Als Reaktion auf die Kreuzzugspredigt Papst Urbans II. am 27. November 1095 in Clermont soll die Menge dem Chronisten Robert von Reims zufolge spontan in den Ruf „Deus lo vult“, „Gott will es“, ausgebrochen sein. Dieser Ausruf wurde zum programmatischen Leitsatz der Kreuzzüge. Die Rede des Papstes gilt als „Initialzündung“ (N. Jaspert) zum ersten Kreuzzug, der 1099 mit der Eroberung Jerusalems endete. Ausgehend von diesen Ereignissen werden im Seminar die Entwicklungen bis zur Einnahme Jerusalems durch die Muslime im Jahr 1187 behandelt. Neben den kriegerischen Unternehmungen wird ein Schwerpunkt auf Gründung und Entwicklung der Kreuzfahrerherrschaften liegen. Dabei wird auch die innere Verfassung der sogenannten Kreuzfahrerstaaten behandelt werden, insbesondere das Königtum, die Kirche, der Adel, Recht und Verfassung sowie Handel und Wirtschaft. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf den Beziehungen der „Franken“ zu den orientalischen Christen, Muslimen und Juden liegen.

 

Literatur (über die Vorlesung hinaus): H. E. Mayer, Herrschaft und Verwaltung im Kreuzfahrerkönigreich Jerusalem (Schriften des Historischen Kollegs. Vorträge 43), 1996; K. Setton (Hg), A History of the Crusades I-VI (1958-1989); J. L. La Monte, Feudal Monarchy in the Latin Kingdom of Jerusalem 1100 - 1291 (1932); J. Richard, Le royaume latin de Jérusalem (1953); J. Prawer, Crusader Institutions (1980); J. Riley-Smith, The Feudal Nobility and the Kingdom of Jerusalem 1174 - 1277 (1973).

 

 

Bachelor-Colloquium (Kolloquium, Nr. 504002675)

Termin: Nach Absprache

Ort: Bibliotheksraum Mittelalter, Institut für Geschichtswissenschaft

 

Die Veranstaltung dient der Begleitung Studierender, die ihre Bachelorarbeit verfassen. Sie erhalten die Gelegenheit, ihr Thema sowie die Anlage ihrer Arbeit vorzustellen und zu diskutieren.

 

 

Colloquium für Masterkandidaten und Doktoranden (Kolloquium, Nr. 504002689)

Termin: dienstags, 18 bis 21 Uhr

Ort: Raum I (Großer Übungsraum), Institut für Geschichtswissenschaft, Konviktstraße 11

 

Die Veranstaltung dient der Vorstellung und der Diskussion laufender Dissertationen und Master-Arbeiten. Ferner werden aktuelle Tendenzen der Forschung behandelt.

Als Studienleistung wird neben der regelmäßigen aktiven Teilnahme an den Sitzungen die Übernahme eines Referats mit Thesenpapier erwartet.

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