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Dr. Katharina Gahbler

Dr. Katharina Gahbler

Ausgewählte lateinische Quellen zur Geschichte des Mittelalters (Übung, Nr. 504002638)

Termin: Mo 10 bis 12 Uhr

Ort: Bibliotheksraum Neuzeit

Beginn: 11.04.2022

 

In der Veranstaltung werden mittellateinische Quellen übersetzt und besprochen, deren Schwierigkeitsgrad im Laufe des Semesters ansteigt. Zudem werden Fragen der Grammatik erörtert. Um auf das im zweiten Studienjahr anstehende Epochenmodul Mittelalter vorzubereiten, soll auch ein Überblick über die Bandbreite der verschiedenen Quellengattungen geboten werden (Annalen, Chroniken, Viten, Briefe, Urkunden, Rechtstexte etc.).
Die Teilnehmer des Kurses sollten bereits über Grundkenntnisse des Lateinischen verfügen. Auf der Homepage des Instituts für Geschichtswissenschaft ist ein Verzeichnis mit 222 wichtigen mittellateinischen Vokabeln hinterlegt (https://www.igw.uni-bonn.de/de/bilder/verba-utilissima). Die Kenntnis dieser Vokabeln wird vorausgesetzt.
Die Veranstaltung schließt mit einer Klausur (Studienleistung im Modul Grundlagen für Historiker II).

 

Literatur: Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte. Mitellalter (UTB Geschichte 1719), 4. Aufl., Stuttgart 2014. Hans-Werner Geotz, Sarazenen als "Fremde"? Anmerkungen zum Islambild in der abendländischern Geschichtsschreibung des frühen Mittelalters, in: Benjamin Jokisch/Ulrich Rebstock/Lawrence I. Conrad (Hrsg.), Fremde, Feinde und Kurioses. Innen- und Außenansichten unseres muslimischen Nachbarn (Studien zur Geschichte und Kultur des islamischen Orients 24), Berlin/New York 2009, S. 39-66.

 

Dr. Katharina Gahbler

Von göttlicher Vergeltung und persönlicher Rache. Die Antapodosis des Liudprand con Cremona (~920-972) (Übung, Nr. 504002643)

Termin: Mo 16 bis 18 Uhr

Ort: Raum I

Beginn: 11.04.2022

 

Gespickt mit Anekdoten, Spott und Satire haben wir in der Antapodosis (griech.: Vergeltung) ein Werk überliefert, mit dem uns der Verfasser Liudprand von Cremona die Taten und Untaten der Kaiser und Könige von ganz Europa schildern wollte. Bei der Abfassung spielten seine weitreichenden Kenntnisse und seine Bildung ebenso eine Rolle wie seine wechselhafte Lebensgeschichte: Um 920 in eine adlige langobardische Familie geboren und für den Hof in Pavia tätig, floh Liudprand nach einem Zerwürfnis mit König Berengar II. ins Exil an den ostfränkischen Hof zu Otto I., wo er schnell an Einfluss gewann, 961 als Bischof von Cremona nach Italien zurückkehrte und 968 als Gesandter Ottos nach Konstantinopel reiste.
In der Übung wollen wir uns das Werk Liudprands genauer anschauen, mit dem der Verfasser sowohl unterhalten als auch moralisch erbauen wollte: Wie ist das Werk aufgebaut? Welche Themen spricht der Verfasser an? Aus welchen Motive und Abfassungsgründe heraus ist das Werk verfasst? Und welche Rolle spielen die persönlichen (Rache-)Absichten Liudprands?
Als Studienleistungen werden aktive Teilnahme, Vor- und Nachbereitung der Sitzungen sowie die Übernahme eines Referates erwartet. Eine Prüfungsleistung wird durch die Anfertigung einer Hausarbeit erbracht.

 

 

Literatur: Liudprand Cremonensis, Antapodosis, in: Liudprandi Cremonensis opera omnia, ed. Paolo Chiesa (CCCM 156), Turnhout 1998, S. 3-150. Joseph Becker, Einleitung: Die Werke Liudprands von Cremona, ed. Ders. (MGH SS. rer. Germ. [41]), Hannover – Leipzig ³1915, S. VII-XXXVII.

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