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Dr. Hendrik Hess

Dr. Hendrik Hess

Adolf von Nassau. Prekäre Königsherrschaft (Übung, Nr. 504002646)

Termin: montags, 14 bis 16 Uhr

Ort: Großer Übungsraum, Konviktstraße 11

Beginn: 11.04.2022

 

Laut Peter Moraw zählte Adolf von Nassau (reg. 1392–1398) zu den „kleinen Königen“ des deutschen Reiches in einer Phase geschwächter Königsherrschaft. Tatsächlich erfolgte die Wahl des Grafen von Nassau zum römisch-deutschen König begleitet von weitreichenden Wahlversprechen und großen politischen Zugeständnissen an die Kurfürsten. Diese Hypothek prägte seine Herrschaft fortan. Schließlich wurde er als erster Herrscher des Reiches nur durch die Fürsten ohne vorherige Exkommunikation des Papstes abgesetzt. Was sind die Hintergründe seiner Wahl und seiner späteren Absetzung? Welche Ziele verfolgte Adolf und welche von ihnen konnte er (nicht) umsetzen? War seine Herrschaft von Beginn an zum Scheitern verurteilt? Was waren die Interessen der Kurfürsten? Diese Fragen stehen neben dem Blick auf Adolfs Biographie und auf die politische Situation nach dem Tod seines Vorgängers Rudolf von Habsburg im Mittelpunkt der Übung.

Als Studienleistungen werden aktive Teilnahme, Vor- und Nachbereitung der Sitzungen sowie eine wissenschaftliche Posterpräsentation (anstelle eines Referats) erwartet. Eine Prüfungsleistung wird durch die Anfertigung einer Hausarbeit erbracht.

Literatur: Christine Reinle, Adolf von Nassau (1292–1298), in: Bernd Schneidmüller/Stefan Weinfurter (Hgg.), Die deutschen Herrscher des Mittelalters. Historische Portraits von Heinrich I. bis Maximilian I. (919–1519), München 2003, S. 359–37.

 

 

Ausgewählte lateinische Quellen zur Geschichte des Mittelalters (Übung, Nr. 504002637)

Termin: freitags, 12 bis 14 Uhr

Ort: Kleiner Übungsraum, Konviktstraße 11

Beginn: 15.04.2022

 

In der Veranstaltung werden mittellateinische Quellen übersetzt und besprochen, deren Schwierigkeitsgrad im Laufe des Semesters ansteigt. Zudem werden Fragen der Grammatik erörtert. Um auf das im zweiten Studienjahr anstehende Epochenmodul Mittelalter vorzubereiten, soll auch ein Überblick über die Bandbreite der verschiedenen Quellengattungen geboten werden (Annalen, Chroniken, Viten, Briefe, Urkunden, Rechtstexte etc.).

Die Teilnehmer des Kurses sollten bereits über Grundkenntnisse des Lateinischen verfügen. Auf der Homepage des Instituts für Geschichtswissenschaft ist https://www.igw.uni-bonn.de/de/studium-1/hilfen-zum-wissenschaftlichen-arbeiten ein Verzeichnis mit 222 wichtigen mittellateinischen Vokabeln hinterlegt. Die Kenntnis dieser Vokabeln wird vorausgesetzt.

Die Veranstaltung schließt mit einer Klausur (Studienleistung im Modul Grundlagen für Historiker II).

 

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