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SFB 1167: Macht und Herrschaft - Vormoderne Konfigurationen in transkultureller Perspektive

Forschungsprogramm

 

Macht und Herrschaft – Vormoderne Konfigurationen in transkultureller Perspektive

Unter dem Eindruck weltweit zunehmender Verflechtung und Vernetzung in nahezu allen Lebensbereichen liegt der Fokus vieler geschichts- und kulturwissenschaftlicher Betrachtungen auf der sogenannten Moderne. In den letzten Jahren hat sich jedoch gezeigt, dass die unter dem Stichwort ‚Globalisierung‘ subsumierten Prozesse ohne eine Analyse der überkommenen politisch-gesellschaftlichen Organisationsformen nicht adäquat verstanden werden können. Eminente Bedeutung kommt vor allem den transkulturellen sowie transepochalen Analysekategorien ‚Macht‘ und ‚Herrschaft‘ zu. Der SFB 1167 widmet sich daher seit dem 1. Juli 2016 dezidiert vormodernen Konfigurationen von Macht und Herrschaft in Asien, Europa und dem nördlichen Afrika in transkultureller Perspektive. Integraler Bestandteil der geplanten phänomenologischen Beschreibung ist das Offenlegen der Interdependenz von ‚gelebter‘, faktisch etablierter Ordnung auf der einen und ihrer Wahrnehmung, Darstellung und Kommentierung auf der anderen Seite. Dabei soll der bislang ubiquitäre Eurozentrismus bei der Beschäftigung mit Macht und Herrschaft überwunden oder zumindest nivelliert werden, indem die Grenzen, die die im europäischen Wissenschaftsbetrieb entstandenen Fachkulturen gesetzt haben, in Frage gestellt werden und stattdessen ein transkultureller Ansatz zur Beschreibung von Macht und Herrschaft erarbeitet wird. Die untersuchten Kulturräume werden dabei nicht als monolithische Einheiten betrachtet, sondern als hybride Gebilde, die stets vielseitigen Einflüssen unterworfen sind und selbst Impulse zu Veränderungen geben. Das Ziel des SFB 1167 ist es, zu einer möglichst umfassenden Phänomenologie von vormoderner Macht und Herrschaft zu gelangen.

 

Projektbereiche

 

Der SFB 1167 gliedert sich in vier Projektbereiche, genannt Spannungsfelder, die zentrale Konfigurationen von Macht und Herrschaft repräsentieren und so einen umfassenden Zugriff auf den Gesamtzusammenhang gewährleisten. Jedes der 20 wissenschaftlichen Teilprojekte ist jeweils zwei Spannungsfeldern zugeordnet.

Neben seinem Amt als Sprecher des SFB 1167 verantwortet Herr Professor Becher gemeinsam mit Frau Doktor Dohmen das Teilprojekt "Consensus und fidelitas: Personale und transpersonale Elemente königlicher Macht und Herrschaft im ostfränkisch-deutschen Reich", welches den Spannungsfeldern A: Konflikt und Konsens und B: Personalität und Transpersonalität zugeordnet ist.

 

Sprecher:

Prof. Dr. Matthias Becher 

 

Geschäftsführung:

Katharina Gahbler, M.A
Mike Jansen, M.A.

 

Öffentlichkeitsarbeit:

Christine Beyer, M.A. (z. Zt. in Elternzeit)
Achim Fischelmanns, M.A.
Jasmin Leuchtenberg, M.A.

 

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