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DFG-Projekt: Rhetorik und Öffentlichkeit im sogenannten Investiturstreit

Der so genannte Investiturstreit gilt als eine der bedeutendsten Umbruchsperioden des europäischen Mittelalters. Seine Auswirkungen auf einen merklichen Wandel der Streitkultur und die neu ausgerichtete Indienstnahme der antiken Rhetorik im 11. und 12. Jh. auszuloten und dabei das kulturelle Innovationspotential dieser gesamtgesellschaftlichen Auseinandersetzung zu analysieren, ist Ziel des Projektes. Die der Führungsschicht entstammenden Autoren der meist in Briefform gehaltenen Streitschriften verfolgten ihr zentrales Ziel, die Schaffung einer eigenen Gruppenidentität durch Abgrenzung von den Widersachern, unter kräftigem Einsatz rhetorischer Mittel, die beim lauten Verlesen ihre Wirkung entfalteten. Ausgangspunkt für die Analyse der rhetorischen Mittel ist die erste systematische Brieflehre des Mittelalters von Alberich von Montecassino, deren Entstehung jetzt im Umfeld des Reformpapsttums lokalisiert wird. Daher verdient die katalytische Wirkung des Investiturstreits auf eine neu definierte, stark von antiker Rhetorik geprägte Streitkultur nicht nur des päpstlichen Schrifttums dringend eine eingehende Untersuchung.

 Gregor VII

Otto von Freising, Weltchronik (ThULB Jena: Ms. Bos. 9. 6, fol. 79r)

 

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Matthias Becher


Mitantragsteller:

PD Dr. Florian Hartmann

 

Projektmitarbeiter:

Dr. Eugenio Riversi (Wissenschaftlicher Mitarbeiter)

Anja-Lisa Schroll (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Paul Emschermann (SHK)

Vanessa Fox (SHK)

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