Paläographie

Die Paläographie befasst sich mit der Geschichte und Endwicklung der Schrift. Sie behandelt dabei die Vermittlung von Lese- und Datierungsfertigkeiten ebenso wie grundsätzliche kulturgeschichtliche Fragen wie der Literarität.

Die Beschäftigung mit Schrift und Schriftlichkeit umfasst zahlreiche Betrachtungsfelder. Alle Einflüsse finden dabei Beachtung: Schreib- und Beschreibstoffe, Arbeitstechniken und Umfeld des Schreibers.Im Kern steht letztendlich die Analyse der Schriftausprägung selbst: Formengenese und –entwicklung der einzelnen Typen (Zeichen) ebenso wie Kürzungspraktiken und deren Auflösung.Diese Betrachtungen machen es möglich, nicht nur die Quellen zu erschließen, sondern sie anhand erarbeiteter und anerkannter Entwicklungslinien zu datieren und zu verorten. Will man dabei noch mehr ins Detail gehen, lassen sich teilweise auch einzelne Schreiber unterscheiden oder gar identifizieren.

 Palaeographie

Aktuelle Tendenzen

Derzeit liegt der Fokus vor allem auf dem digitalen Zugriff. Viele Projekte beinhalten Bilddatenbanken zur Schreiberunterscheidung.
Man versucht auch Transliteration und Schreiberauthentifikation zu automatisieren.
Für die interessierte Öffentlichkeit entstehen viele Onlinekurse zur Vermittlung der Lesefähigkeiten.

 

Links und Literatur

 

Ad Fontes : http://www.adfontes.uzh.ch/1000.php

Online Kurs Köln: http://www.palaeographie-online.de/login.php

https://www.facebook.com/fokushandschrift/?fref=ts

 

Bischoff, Bernhard, Paläographie des römischen Altertums und des abendländischen Mittelalters (Grundlagen der Germanistik 24). 4. Aufl., Berlin 2009.

Schneider, Karin, Paläographie und Handschriftenkunde für Germanisten. Eine Einführung, 3. Aufl. Tübingen 2014.

Foerster, Hans et. Frenz, Thomas, Abriß der lateinischen Paläographie(Bibliothek des Buchwesens 15).3. Aufl. Stuttgart 2004. 

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