Sie sind hier: Startseite Forschung Laufende Forschungsprojekte

Laufende Forschungsprojekte

Zwischen Regional- und Universalgewalt. Die Gründungsurkunden mitteleuropäischer Universitäten des Spätmittelalters

Bei diesem Projekt geht es um die Weiterentwicklung der spätmittelalterlichen Diplomatik am Beispiel der Gründungsdokumente für Universitäten bis ins 16. Jahrhundert und die Anwendung diplomatischer Arbeitsweisen auf Fragen der Universitäts- und Wissensgeschichte. Dabei bilden nicht, wie üblich, kanzleigeschichtlich ein Aussteller oder der Empfänger der Urkunden den Ausgangspunkt der Überlieferung. Stattdessen wird gefragt, wie gehen Aussteller damit um, wenn es eine konkrete Aufgabe zu bewältigen gilt, in konkreten Fall die Gründung einer Universität. Dies scheint insbesondere für die spätmittelalterliche Diplomatik, die bislang meist im Schatten des frühen und hohen Mittelalters gestanden hat, ein vielversprechender möglicher Ansatz zu sein, um die Leistungsfähigkeit spätmittelalterlicher Urkunden sowohl als Rechtsdokumente für den Empfänger als auch als Instrumente der Herrschaftsrepräsentation für den Aussteller zu untersuchen. Im Zentrum stehen die Urkunden für die mitteleuropäischen Universitäten im „Reich“, die zwischen 1348, Prag, und 1502, Wittenberg, gegründet wurden.

 

Edition und Publizierung der Urkundensammlung des Instituts für Geschichtswissenschaft anlässlich des Universitätsjubiläums 2018

Das Institut für Geschichtswissenschaft verfügt über eine umfangreiche Sammlung von mehr als 100 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Papst-, Herrscher- sowie Privaturkunden diverser Aussteller aus unterschiedlichen Regionen Europas. Diese Sammlung wurde und wird als Anschauungsmaterial für hilfswissenschaftliche Lehrveranstaltungen des Instituts genutzt. Eine Verzeichnung steht anders als bei anderen universitären Sammlungen dieser Größenordnung, wie der des Historischen Seminars der Humboldt-Universität Berlin, bislang noch aus.

Um diesen Bestand für die historische Forschung zugänglich zu machen, werden die Urkunden derzeit beschrieben, transkribiert und kritisch aufgearbeitet. Geplant ist eine digitale Edition der einzelnen Stücke.

Das Projekt versteht sich als Beitrag zum Universitätsjubiläum 2018.

Artikelaktionen