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Geschichtsunterricht digital gestalten

Im Februar 2021 bietet die Abteilung für Didaktik der Geschichte mehrere virtuelle Workshops zum Themenfeld "Geschichtsunterricht digital gestalten" an.

Fortbildungen_Geschichtsunterricht digital gestalten

Digitalen Wandel fachlich gestalten

Das Jahr 2020 hat auf eindrückliche Weise die Chancen, aber auch die Herausforderungen der Digitalisierung aufgezeigt. Die durch die Krise beschleunigten Veränderungen lassen kaum einen Bereich im gesellschaftlichen Leben unberührt. Lehrkräfte des Faches Geschichte können bei der didaktischen Mitgestaltung des digitalen Wandels selbstbewusst eine maßgebliche Rolle beanspruchen. Denn sie vertreten ein Fach, das mit seinem quellenkritischen Ansatz ganz besonders in der Lage ist, Jugendliche bestmöglich auf eine Welt vorzubereiten, in der Wirklichkeitsbilder auf vielfältige Weise auch digital konstruiert und konsumiert, verhandelt und vermittelt werden. 
Um Geschichtslehrkräfte in ihrer besonderen Gestaltungsverantwortung für den digitalen Wandel im Bereich von Bildungsprozessen zu unterstützen, bietet die Abteilung für Didaktik der Geschichte der Universität Bonn drei Impulsfortbildungen an. Vorgestellt und diskutiert werden praxisnahe und zugleich fachwissenschaftlich abgesicherte Beispiele, die schnell in konkreten Unterricht „übersetzt“ werden können.

Fortbildungsreihe

Den Veranstaltungsflyer können Sie hier herunterladen. 
Die Veranstaltungen können einzeln oder als Reihe besucht werden. Sie finden via Zoom statt. Den Einladungslink erhalten Sie rechtzeitig vor der Veranstaltung. 
Zur unverbindlichen Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an [Email protection active, please enable JavaScript.] 
 
02.02.2021, 16:30-18:00 Uhr 

Digitalisierte Presse im Geschichtsunterricht: neue Potenziale für forschendes Lernen

Prof. Dr. Peter Geiss
 
Digitalisierte historische Presse bietet heute völlig neue Möglichkeiten für das forschende Lernen und für multiperspektivische Zugänge im Geschichtsunterricht. Zu vielen Standardthemen der Geschichtslehrpläne ist hoch spannendes und facettenreiches Quellenmaterial in Form von historischen Tageszeitungen und Magazinen unkompliziert erreichbar. Dies bringt auch für routinierte Lehrkräfte überraschend viel Farbe in eine vermeintlich vertraute Vergangenheit. Zudem ermöglicht die Breite des Quellenmaterials v.a. Jugendlichen in der Sekundarstufe II eine forschende Rolle: Sie können vielfach mit geringem Aufwand aussagekräftige Quellen finden und auswerten, die bislang weder die Forschung noch die Schulbücher zur Kenntnis genommen haben.
 
Die Fortbildung geht ausgehend von konkreten Beispielen der Frage nach, wie sich das große Erkenntnis- und Motivationspotenzial digitalisierter historischer Presse für einen Geschichtsunterricht erschließen lässt, der
Lernende hochgradig aktiviert und zugleich nicht überfordert.
 
 
10.02.2021, 16:30-18:00 Uhr

Digitale Geschichtskultur? Perspektiven für die Unterrichtspraxis

Florian Helfer, M.Ed. 
 
„Bildung in der digitalen Welt“ (Medienkompetenzrahmen NRW) bedeutet auch die Auseinandersetzung mit Geschichtskultur im Internet. Ziel ist dabei der Erwerb „geschichtskultureller Kompetenz“ (Pandel) einerseits und andererseits einer historischen wie allgemeinen Medienkompetenz, denn Geschichte wird grundsätzlich und nicht erst seit der Digitalisierung medial vermittelt.
 
Aber wie können Schülerinnen und Schüler zu einer kritisch-reflexiven Rezeption digitaler Erzeugnisse mit historischem Bezug angeregt werden? Anders formuliert: Wie lässt sich „digitale Geschichtskultur“ – soweit man
davon sprechen kann – für den Geschichtsunterricht nutzbar machen? Ausgehend von diesen Fragen befasst sich der Workshop in exemplarischer Weise mit dem geschichtsdidaktischen Potenzial von Social Media, Videospielen mit Geschichtsbezug, Twitter-Debatten und Wikipedia-Artikeln bis hin zu Onlineangeboten von Archiven, Gedenkstätten und Museen.
 
 
23.02.2021, 16:30-18:00 Uhr

Medienkompetenz mit Videos vermitteln 

Sandra Müller-Tietz, M.A.
 
Wie kann die überfachliche Medienkompetenz im Fachunterricht Geschichte sinnvoll und fachbezogen vermittelt werden? Von „MrWissen2go“ bis zu Holocaust-Überlebenden – Videomaterial zu historischen Themen gibt es im Netz in verschiedenen Formen und Qualitäten. Darin steckt großes Potenzial für anschauliches historisches Lernen einerseits und Aneignung von Medienkompetenzen andererseits. Der Workshop nimmt Zeitzeug*innen-Videos und Erklärvideos auf der Plattform YouTube zum Anlass, um verschiedene Konzepte für die Symbiose von Medienkompetenz und Fachlichkeit exemplarisch vorzustellen und zu diskutieren.
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