Sie sind hier: Startseite Lehrstuhl Prof. Dr. Scholtyseck Dissertationen Betreute Arbeiten

Betreute Arbeiten


Laufende Dissertationsprojekte

  • "Die 'Arisierung' und der Versuch der 'Wiedergutmachung' in Euskirchen"

  • "Die Dr. von Ehrenwall'sche Klinik 1933-1945" (Sarah Behr)

    Die damalige Dr. von Ehrenwall'sche Klinik für Gemüths- und Nervenkranke in Ahrweiler im nördlichen Rheinland-Pfalz befindet sich seit 1877 in Familienbesitz und war während des Nationalsozialismus als Privatklinik nicht an staatliche Weisungen gebunden. Untersucht wird, in welchem Ausmaß innenpolitische Ereignisse trotz der privaten Trägerschaft Einfluss auf die Versorgungssituation hatten und inwieweit Unterschiede zu staatlichen Krankenhäusern zu erkennen sind. Ziel des Dissertationsprojektes ist die vollständige Aufarbeitung der Klinikgeschichte während des "Dritten Reiches".

 

  • "Die Synagogengemeinde Köln 1945 bis 1960" (Cornelia von Weber)
     

    In der Dissertation wird die Entwicklung der Synagogengemeinde Köln von 1945 bis 1960 untersucht. Wie entwickelt sich die Gemeinde personell und strukturell in den fünfzehn Jahren nach der Shoa ? War hier ein Neubeginn mit Blick auf die Zukunft geplant oder verstanden die in Köln lebenden Juden ihren Aufenthalt in Deutschland als vorübergehend ? Wie bewältigte die kleine Gemeinde ihre vielfältigen Aufgaben? Konnte an Strukturen der hochbedeutenden alten Gemeinde angeknüpft werden? Wie waren die Kontakte zu Dienststellen und Mitbürgern, wie wurde die Synagogengemeinde im öffentlichen und politischen Leben der Stadt wahrgenommen? Gab es Akte des Antisemitismus?

  • "Die U.S. Information Agency und der NATO-Doppelbeschluss, 1981-1987. Implementierungsstrategien amerikanischer Auswärtiger Kultur- und Informationspolitik in der Bundesrepublik" (Cedric Bierganns)

Das Dissertationsprojekt beschäftigt sich erstmals umfassend und quellengestützt mit den Motiven und Strategien der amerikanischen Auswärtigen Kultur- und Informationspolitik zum NATO-Doppelbeschluss. Dabei soll für die Bundesrepublik der Frage nachgegangen werden, inwiefern die schärfste sicherheitspolitische Kontroverse ihrer Geschichte von Seiten der amerikanischen Informationsbehörde »ferngesteuert« wurde. Im Rahmen des Ost-West-Konflikts beleuchtet das Dissertationsprojekt sowohl Zielvorgaben, Motivlagen und Strukturen auf Führungsebene, als auch die lokale Umsetzung von Programminhalten in den Amerikahäusern vor Ort, was einen multiperspektivischen Blick auf die transatlantischen Beziehungen ermöglicht. Gelegen an der Schnittstelle zwischen deutsch-amerikanischen Beziehungen, Regierung und Öffentlichkeit sowie Außen- und Sicherheits- bzw. Kultur- und Informationspolitik, deckt das Dissertationsprojekt ein breites Themenspektrum ab. Deshalb versteht es sich als zeithistorischer Beitrag an der Schnittstelle zwischen Neuer Diplomatiegeschichte, Geschichte der Internationalen Beziehungen, transnationaler Geschichte sowie
Gesellschafts-, Kultur- und Technikgeschichte, die alle in enger Wechselwirkung mit der Auswärtigen Kultur- und Informationspolitik standen.

  • "'Hitlers Hoftheater'. Der Diktator, das Regime und die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth (1933-1945)" (Hans A. Böhm)

    Die Bayreuther Festspiele sind nach wie vor die einzige Kulturstätte weltweit, deren Tradition auf ihren ursprünglichen Gründer, den Dichter-Komponisten Richard Wagner, zurückgeht. Mehr als mancher andere "Erinnerungsort" aber spiegelt die oberfränkische Stadt deutsche Geschichte vom 19. Jahrhundert an bis heute wider. Insbesondere der Schatten des Nationalsozilismus bildet immer noch eine schwere Hypothek für diese Institution. Die im Juni 2012 neu entfachten Auseinandersetzungen um Wagner in Israel unterstreichen die Aktualität der Thematik. In dieser Arbeit sollen die vielfältigen Verflechtungen und politischen Auswirkungen dargestellt werden, die sich aus der Bewunderung des Diktators Adolf Hitler für Richard Wagner und seine Nachkommen sowie für die "Gauhauptstadt Bayreuth" ergaben bis hin zu dem für das NS-Regime dienstbar gemachten so genannten "Kriegsfestpielen" (1940-1944).

  • "Perzeptionen des Faktors Berlin im langen Schatten der Kubakrise. Eine multinationale Analyse des Kuba-Berlin-Nexus"

    Das Dissertationsprojekt analysiert die Frage, inwieweit die ab Mitte 1962 zeitgleich zunehmenden Spannungen um die Konfliktherde Berlin und Kuba von den politischen Entscheidungsträgern in den Vereinten Staaten von Amerika und der Bundesrepublik Deutschland als eine miteinander verwobene Herausforderung verstanden wurden. Hierauf aufbauend wird der Fragestellung nachgegangen, welche Konsequenzen Präsident John F. Kennedy und Bundeskanzler Konrad Adenauer auf der Basis ihrer jeweiligen Perzeption über eine potentielle Gefährdung West-Berlins durch einen nicht auszuschließenden sowjetischen Vergeltungsschlag für die Außen- und Berlinpolitik ihrer Länder im Umfeld der Kubakrise zogen. Im Rahmen der in qualitativer wie quantitativer Hinsicht beschränkten Quellenbasis finden auch die Politik der Regierungen der Sowjetunion und die der DDR Berücksichtigung.  

  • "Pilar Primo de Rivera und die weibliche Falange, 1935-1976" (Martin Schlupp) 

    Als Tochter des ersten spanischen Diktators im 20. Jahrhundert und Schwester des legendären Falangegründers José Antonio entstammte Pilar Primo de Rivera einer hochpolitischen, staatstragenden Familie. Nicht vorgezeichnet war jedoch, dass sie als Frau Inhaberin eines politischen Amtes werden würde - und zwar länger als jeder andere Spanier vor und nach ihr. Seit 1936 stand sie dem weiblichen Ableger der Falange, der "Sección Feminina" (S.F.), vor und hielt sich bis nach dem Tode Francos 1975 als ranghöchste Frau Spaniens an deren Spitze. Dabei baute sie beste Kontakte ins Ausland auf, vor allem mit dem "Dritten Reich". Sowohl aus nationalsozialistischer wie aus falangistischer Sicht schienen diese Beziehungen im Lichte eines faschistischen Europas gewinnbringend. Unter anderem eröffnete die S. F. analog zur männlichen Falange zahlreiche Auslandsbüros in deutschen Städten mit dem "Headquarter" in Berlin. Neben dem Entwicklungspfad der Organisation, der äüßerst eng mit der politischen Biografie Pilars verzahnt ist, soll im Rahmen der Promotion erstmals die Funktion dieser Auslandsbüros im nationalsozialistischen Deutschland untersucht werden. Ferner wird die Entwicklung der Organisation unter Leitung der Frauenführerin Pilar nach der Zäsur 1945 erforscht; dabei ist auch nach den Beziehungen zum Nachkriegsdeutschland und ggf. Kontinuitätslinien zu fragen. Als Quellen werden neben offiziellen Publikationen der S.F. und der NSDAP vor allem interne Akten der S.F. dienen, die in Madrider Archiven aufbewahrt werden. Noch ungewiss ist der Verbleib der Unterlagen der deutschen Büros der S.F. und der Falange.

 

  • "Zwischen Weltmachtstreben und Fortschrittsmission. Die Vereinigten Staaten von Amerika und der chinesisch-japanische Krieg, der Burenkrieg und der russisch-japanische Krieg" (Martin Hinzmann)

 

  • "Demonstration in Deutschland im 19. Jahrhundert"
  • "Die Geschichte der Stiftung 'Hilfswerk 20. Juli 1944'"
  • "Karl Joseph Schulte (1871-1941)"
  • "Grenzsicherung im Nationalsozialismus"
  • "Das große Spiel um die Unabhängigkeit: Amanullah Khan, Lord Chelmsford und das Ringen um die britische Vorherrschaft in Afghanistan 1916-1921"
  • "Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG zwischen Boom und Krisen von 1972 bis 1987"

Abgeschlossene Dissertationen

 

  • "'Vademekum' der Protestbewegung? Aufklärung, Agitation und transnatioanle Vermittlung: Das Kursbuch als Stichwortgeber der bundesrepublikanischen Intellektuellengeschichte von 1965 bis 1975" (Kristof Niese)
  • "Das DJH-Rheinland von 1909-1949. Von den Anfängen bis zur Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg" (Kalle Holzfuß)
  • "For God's sake let us not be stingy with an ally - Allianzpolitik in der Suezkrise 1956" (Thomas Freiberger)

  • "Das Verhältnis zwischen der DDR und den USA vom Mauerbau 1961 bis zur diplomatischen Anerkennung unter besonderer Berücksichtigung der deutsch-deutschen Beziehungen"

  • "Die Wurzeln der Niederlage. Eine Analyse der entscheidenden Faktoren im Luftkrieg gegen die Westalliierten 1941/42-1945"

  • "Öffentlichkeit und historische Bauten. Köln 1773-1837"

  • "Von der "lautlosen Propaganda" zur Ausbildung der "geistigen Wehr". Die Alexander von Humboldt-Stiftung und die Förderung des Ausländerstudiums in Deutschland 1925-1945"

  • "...warum ich dennoch stolz bin. Die Neue Linke und die Nation: Deutschlandpolitische Konzeptionen und Tendenzen in der Außerparlamentarischen Opposition" (Matthias Stangel)

  • "Zwischen Konfrontation und Integration. Die SPD in der Auseinandersetzung mit der 68er-Bewegung"

 

 

 

Artikelaktionen