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London

24.02.2016

London

 

Churchill War Rooms

 

Auf den Spuren Winston Churchills

London-Exkursion 24.-27.September 2015

Der Förderverein Neuere Geschichte an der Universität Bonn e.V. begab sich am 24. September 2015 im Rahmen einer Londonexkursion auf die Spuren Winston Churchills.

Am Donnerstagmorgen des 24. September fanden wir uns am Flughafen Köln/Bonn ein. Unmittelbar nach der Ankunft in London Stansted gelangte unsere Gruppe zum Bustransfer. Der erste Programmpunkt war die Besichtigung von „Chartwell Manor“, dem ehemaligen Wohnsitz Churchills. Das viktorianische Anwesen, welches auf den North Downs – Hügeln der Grafschaft Kent gelegen ist, ermöglichte es uns eine Einsicht in die Lebenswelt des Politikers und seiner Familie zu gewinnen. Der Wohnsitz und seine bewaldete Umgebung machte trotz bescheidenen Wetters einen prachtvollen Eindruck: Weitläufige Parkanlagen, gespickt mit Rosengärten und Teichen. Nachdem sich die Gruppe umgesehen hatten, fanden wir uns zur Besichtigung der Wohnräume des Hauses wieder zusammen. Die Zimmer erlaubten einen originalgetreuen, intimen Einblick in die Vergangenheit und das Privatleben des Staatsmannes - „Ein Haus mit Charakter“. Anschließend ergab sich die Möglichkeit im „Landemare Café“ Mittag zu essen oder den nebenan gelegenen Giftshop zu besuchen. Der Bus brachte uns nach diesem eindrucksvollen Tagesbeginn zu dem, in Westlondon gelegenen Hotel „Ibis Earls Court“. Nachdem die Zimmer bezogen waren, konnte die Umgebung individuell erkundet werden. Verschiedene Sehenswürdigkeiten ließen sich von dort aus in nur wenigen Minuten mittels der Londoner Underground erreichen. Wem nach der langen Anreise nach Bewegung war, konnte sich zu Fuß im umliegenden Viertel umsehen, welches eine Vielzahl an verschiedenen Restaurants und Pubs bot. Zum Abendessen fand der Förderverein wieder zusammen, um den ersten gemeinsamen Tag in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen.

Nach einem typisch britischen Frühstück am Folgemorgen, besuchten wir das Imperial War Museum. Es gilt als eines der renommiertesten militärgeschichtlichen Museen weltweit und stellt zweifelsohne eine der Hauptsehenswürdigkeiten Londons dar. Wir verbrachten einige Stunden in den verschiedenen weltkriegsübergreifenden Ausstellungen, die sich durch eine enorme Vielfalt an Exponaten auszeichnen. Das Museum ist auf allen vier Etagen multimedial aufbereitet. Audiovisuelle und interaktive Elemente geben dem Besucher das Gefühl einen Einblick in die Kriegsmentalität gewinnen zu können. Da der restliche Tag zur freien Tagesgestaltung gedacht war, trennten sich die Wege der Vereinsmitglieder im Anschluss an den Besuch im IWM. Aufgrund des

sonnigen Wetters wanderten einige entlang der Themse, besuchten diverse touristische Attraktionen oder weitere Museen.

Am Samstagmorgen machte sich die Exkursionsgruppe auf nach Westminster. Der Tag sollte mit der Besichtigung der „Churchill Warrooms“ beginnen. Der außerordentlich interessante Besuch erlaubte uns eine Zeitreise in den Zweiten Weltkrieg. Die engen, düster wirkenden Räumlichkeiten vermittelten einen authentischen Einblick in das Innere der britischen Kriegsführung und veranschaulichten, wie und unter welchen Konditionen das „War Cabinet“ unter Churchill agierte. Zur weiteren Information dienten vom Personal des Museums ausgehändigte Audioguides. Auf den Spuren Churchills war dieser Rundgang für die Mehrheit der Teilnehmer das absolute „Highlight“ der Exkursion.Im Anklang an einen Spaziergang durch den bekannten St. James Park, der uns zu den Pforten des Buckingham Palace führte, fand eine Mittagspause statt. Schließlich versammelte sich unser Verein am frühen Nachmittag vor den„Houses of Parliament“. Eine kompetente Dame führte uns durch den neugotischen Palast, welcher sich in zwei Kammern, das Oberhaus „House of Lords“ und das Unterhaus „House of Commons“ spaltet. Die prunkvollen Räume hinterließen bleibende Eindrücke. Der Höhepunkt der 75-minütigen Führung war die Besichtigung des Plenarsaals im Unterhaus, wo das Parlament bis heute tagt. Obwohl es allen Besuchern strikt untersagt ist, sich auf einer der Bänke niederzulassen, so hatten wir doch alleine des Betretens wegen das Gefühl ein wenig britische Politik einatmen zu können. Ein anschließender Spaziergang durch das Regierungsviertel rundete unser Programm ab. Wie bereits am Vortag hatten nun alle Exkursionsteilnehmer die Möglichkeit, die britische Metropole auf eigene Faust zu erkunden. Die „Oyster Card“ ermöglichte die problemlose Nutzung sämtlicher Verkehrsmittel in London. Somit konnten auch vom Zentrum entfernte Besichtigungsziele in Kürze erreicht werden. Am letzten Abend kehrten wirgemeinsam in einem gemütlichen Restaurant in der Nähe des Hotels ein. Bei einem Glas Wein und gutem Essen tauschten sich die Mitglieder über das Erlebte aus und ließen die vergangenen Tage revue passieren.

Der letzte Morgen begann mit dem Auszug aus dem Hotel, mit welchem im Übrigen alle Teilnehmer sehr zufrieden waren. Wir verließen London und fuhren Richtung Oxford. In der Grafschaft Oxfordshire machten wir zunächst bei „Blenheim Palace“ halt. Der Besuch des Wohnsitzes der Herzöge von Marlborough und Geburtsort Churchills rundete unsere Reise gelungen ab. Vor Ort besichtigten wir einige der 320 Räumlichkeiten und spazierten anschließend durch die gepflegten Parkanlagen des Anwesens. Schließlich begaben wir uns wieder in Richtung Bus und fuhren weiter, um Oxford zu besuchen. Glücklicherweise trafen wir vor Ort auf Christian Nitzschke. Sein Studium der Geschichtswissenschaften begann in Bonn und führte ihn letztlich in

die beliebte Studentenstadt, etwa 90 Kilometer nordwestlich von London. Seine Führung durch den Campus war dem Zeitdruck entsprechend kurz, aber dennoch aufschlussreich. Kurz vor Abflug hielten wir am St. Martin`s Churchyard in Bladon. Hier hatten wir die Möglichkeit das Grab Winston Churchills und das seiner Familie zu besuchen. Die Rückreise von London Stansted verlief ohne Komplikationen, sodass wir am 27. September gegen 22 Uhr Bonn wieder erreichten.

Rückblickend war die die Exkursion nach London für jedes Vereinsmitglied eine bereichernde Erfahrung, an die wir uns gerne zurückerinnern.

 

                              Blenheim Palace

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